"Misstrauensantrag war nicht populär, aber richtig"

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-WagnerBild: Sabine Hertel
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bereut es nicht, die Regierung per Misstrauensantrag gestürzt zu haben.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner steht zu ihrer Entscheidung, den Misstrauensantrag gegen die Regierung eingebracht zu haben. Dass das - und ihre Personalentscheidungen - so heftig kritisiert wurde, liege zum Teil auch daran, dass sie eine Frau sei, glaubt sie.

Trotzdem steht sie dazu. In den Umfragen sei es zwar nicht so gut angekommen, "aber es war die richtige Entscheidung, mittel- bis langfristig. Und in der Politik muss man manchmal solche Entscheidungen treffen, die nicht populär, aber richtig sind", sagt sie im "Ö1 Morgenjournal".

Entscheidungen in Frage gestellt

Glaubt Rendi-Wagner, dass sie deshalb kritischer beäugt wird, weil sie eine Frau ist? Die unaufhörlichen Personaldebatten seien ein Beispiel dafür, findet Rendi-Wagner. Vor kurzem sagte sie in einem TV-Interview, sie könne sich nicht erinnern, dass personelle Entscheidungen jemals so heftig diskutiert wurden.

"Ich glaube, es braucht hier schon noch einige Zeit, bis sich die Gesellschaft und die Politik daran gewöhnt, dass Frauen Entscheidungen treffen und diese als gleichwertig anerkannt werden."

Von Anfang an sei so gut wie jede ihrer personellen Entscheidungen diskutiert worden. "Kaum eine Entscheidung, die nicht intern aber auch medial in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Da wird schon mit verschiedenem Maß gemessen", so Rendi-Wagner.

Beirren lassen will sie sich davon aber nicht: Sie werde ihren Weg weitergehen. Und vor allem über das diskutieren, was die Menschen da draußen weiterbringt: "Wir sollten endlich zu Themen kommen."

Rendi-Wagner in der ZIB2

(csc)

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