Coronavirus

"Patienten kommen zu spät ins Spital"

Heute Redaktion
13.09.2021, 13:54

Über 28.000 Menschen sind in den USA mittlerweile an dem Coronavirus verstorben. Ein Arzt hat nun erklärt, warum die Zahl der Virus-Toten in den Staaten so hoch ist.

In einem Interview mit "Focus" erklärt Chefarzt Clemens Wendtner vom Münchner Klinikum Schwabing, warum in den USA viel mehr mit dem Coronavirus infizierte Menschen sterben als zum Beispiel in Deutschland. "Die Patienten in den USA kommen zu spät in die Kliniken", meint Wendter.

Laut dem Chefarzt sei sehr lange zu wenig getestet geworden. So hätten viele ihre Infektion erst spät bemerkt und erst im Endstadium den Arzt konsultiert.

"Deshalb sehen wir in den USA derzeit sehr viele schwerkranke Patienten. Zu intubieren und zu beatmen ist dann häufig die einzige verbleibende Behandlungsmöglichkeit. Dass diese Patienten keine gute Überlebenschance haben, ist klar."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Über 28.000 Tote in den USA

Seit Beginn der Epidemie sind in den USA mehr als 28.300 Menschen infolge einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle in den USA liegt demnach bei mehr als 630.000 - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch im Weißen Haus, viele andere Länder würden ihre Zahlen nicht so transparent veröffentlichen - daher lägen die USA ganz oben in der Statistik.

"Glaubt irgendwer wirklich den Zahlen aus einigen dieser Länder?" sagte er. "Wir haben mehr Fälle, weil wir mehr berichten."

Weitere Storys