"Schwulenpropaganda": Protest in St. Petersburg

Bei der ersten größeren Demonstration gegen das umstrittene Verbot von "Schwulenpropaganda" in der russischen Stadt St. Petersburg sind mehrere Menschen festgenommen worden. Die jungen Männer hatten sich am Samstag aus Protest gegen das Gesetz die Münder zugeklebt und Plakate mit Aufschriften wie "Homophobie ist ungesetzlich" getragen.

Bei der ersten größeren Demonstration gegen das umstrittene Verbot von "Schwulenpropaganda" in der russischen Stadt St. Petersburg sind mehrere Menschen festgenommen worden. Die jungen Männer hatten sich am Samstag aus Protest gegen das Gesetz die Münder zugeklebt und Plakate mit Aufschriften wie "Homophobie ist ungesetzlich" getragen.

Die Polizei erklärte bei der Festnahme, dass die Aktivisten gegen das seit kurzem geltende "Propaganda"-Verbot für Homo-, Bi- und Transsexualität verstoßen hätten, meldete die Agentur Ria Nowosti. Den Männern droht eine Geldstrafe. Insgesamt hatten sich mehrere Dutzend Menschen an den Protesten beteiligt.

Es war der zweite Zugriff der St. Petersburger Polizei innerhalb weniger Tage. Erst am Donnerstag waren in der Touristenmetropole zwei Männer festgenommen worden, die im Stadtzentrum Plakate mit der Aufschrift "Homosexualität ist normal" hochgehalten hatten.

Bei einer Bestrafung der Beschuldigten werde der russische Homosexuellen-Verband den Fall bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen, sagte Verbandschef Nikolai Alexejew. Die zweitgrößte Stadt Russlands hatte das Gesetz am 29. Februar erlassen.

APA/red.

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