"Selbstfahrende Autos bis Ende 2016 auf der Straße"

Als Infrastrukturminister ist Gerald Klug (SP) nicht nur für den Verkehr, sondern auch für Forschung und Entwicklung zuständig. Mit "Heute"-Redakteur Erich Nuler sprach er über seine Pläne im Neo-Amt.
Als Infrastrukturminister ist (SP) nicht nur für den Verkehr, sondern auch für Forschung und Entwicklung zuständig. Mit "Heute"-Redakteur Erich Nuler sprach er über seine Pläne im Neo-Amt.

"Heute": Vom Verteidigungszum Forschungsminister: Ist Rüstungsforschung für Sie relevant? Anders gefragt: Wollen Sie Robotersoldaten bauen?

Klug (schaut skeptisch): Ich glaube, in diesem Bereich gibt es mehr Fragen als Antworten.

"Heute": Wären Drohnen ein realistischer Bereich?

Klug: In meiner Zeit als Verteidigungsminister haben wir einen ersten Schritt in diese Technologie gemacht. Drohnen können sicher auch zum Schutz der Soldaten eingesetzt werden, etwa in der Aufklärung.

"Heute": Neues Thema: Ihr Ressort arbeitet an Projekten zum automatisierten Fahren. Wann kommt das selbstfahrende Auto?

Klug: Erste Ergebnisse sollten im April vorliegen. Dann wollen wir mit geeigneten Partnern Teststrecken auswählen. Ziel: Erste Tests sollen selbstfahrende Autos Ende 2016 auf die Straße bringen.

"Heute": Welche Teststrecken wären da geeignet?

Klug: Österreich eignet sich deshalb so gut, weil wir unterschiedliche Herausforderungen im Straßenverkehr haben – Schneefahrbahnen, Gebirge, enge Kurven, klarerweise auch Städte. Und: Wir haben eine etablierte Auto- und Zulieferindustrie, etwa rund um den steirischen Autocluster, sowie viel technisches Know-how.

"Heute": Stichwort technisches Know-how: Im Vergleich zu Technik- FHs gibt es viele sozialpädagogische Lehrgänge.

Klug: Stimmt. Aufholbedarf gibt es etwa bei der Techniker-Akademikerquote, bei Frauenquoten in Führungspositionen. Zweiter wichtiger Punkt: die Weiterentwicklung des Industriestandorts. Da investieren wir 25 Milliarden Euro bis 2020 in strategisch wichtige Infrastruktur: F&E, Breitband, Straße, Schiene.

"Heute": Apropos Straße und Schiene: Wie fahren Sie eigentlich ins Büro?

Klug: In meiner Zeit als Bundesrat habe ich die Bahn kennen und lieben gelernt. Jetzt in der Stadt bin ich zu Fuß, mit den Öffis oder mit dem Auto unterwegs.

"Heute": Was war Ihre längste je erlebte Öffi-Wartezeit?

Klug (überlegt): Viereinhalb Stunden am Flughafen Frankfurt – an meinem Geburtstag.

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