"Sogar Hillary Clinton lobt unser Bundesheer"

Bild: Helmut Graf
Anlässlich der kommenden Volksbefragung hat der Chefredakteur der "Heute", Christian Nusser, Vizekanzler und Wehrpflicht-Befürworter Michael Spindelegger interviewt.
Anlässlich der kommenden Volksbefragung hat der Chefredakteur der "Heute", Christian Nusser, Vizekanzler und Wehrpflicht-Befürworter Michael Spindelegger interviewt.

"Heute": Herr Vizekanzler, ich nehme an, ich muss nicht fragen, wie sie Sonntag abstimmen?

Michael Spindelegger: Nein (lacht), ich habe mich schon lange entschieden.

Eigentlich müsste ich ja Herr Oberleutnant zu ihnen sagen. Sie waren als Einjahr-Freiwilliger beim Bundesheer.

Ja, ich habe mich damals entschieden: Wenn, dann gscheit. Ich hatte einen harten Ausbildner, Erwin Hametseder (heute Raiffeisen-General, Anm.) und es war eine fordernde Zeit, aber mir hat der Wehrdienst etwas gebracht.

Sie haben zwei Buben, 10 und 12 Jahre alt. Warum ersparen sie den beiden nicht die Wehrpflicht?

Ich habe mit beiden darüber diskutiert. Beide haben sich, nicht nur aus Solidarität zu mir (lacht), für die Wehrpflicht ausgesprochen.

Warum legen sie kein Konzept für die Heeres-Reform vor?

Weil man zunächst darüber abstimmen sollte, was man will. Aber mir sind vier Punkte wichtig. Ich will einen Talente-Check bei der Stellung. Jeder soll dort nach seinen Stärken eingesetzt werden. Dann sollten wir im Bereich Sport und Ernährung mehr tun. Was man beim Heer lernt – Erste Hilfe, LKW-Führerschein – soll man in sein Leben mitnehmen können. Und wir sollten mehr Staatsbürgerkunde machen. Hier gibt es Versäumnisse in der Schule.

Soll der Wehrdienst nur mehr vier Monate dauern?

Nein, es bleibt bei den sechs Monaten.

Wie beurteilen sie den Zustand des Heeres?

Gut. Mich hat sogar Hillary Clinton angerufen und unser Heer gelobt. Großartig, was ihr am Balkan leistet.
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