"Tekken" wird zum realen Kampfsport

In Korea wird der Kampfsport Taekwondo mit Lebensbalken aus der Gaming-Welt ergänzt. Der Sport ähnelt nun dem Kampfspiel "Tekken".

"Tekken" war nicht nur eines der ersten Spiele auf der PlayStation, sondern begründete auch das Genre der Beat-'em-ups beziehungsweise Fighting Games grundlegend mit. Basis des Spiel-Genres: Zwei Kämpfer stehen sich in einer abgesteckten Arena gegenüber und versuchen, den Gegner zu besiegen. Gewinner ist, wer den Lebensbalken des Gegners zuerst leert.

Genau diese Kernelemente lassen sich wunderbar auf den realen Kampfsport übertragen. Wie das geht, zeigt Korea vor. Die Korea Taekwondo Association feierte kürzlich mit einem Kampfsport-Format Premiere, bei dem die "Lebensbalken" der Kämpfer im Hintergrund auf einer großen Leinwand eingeblendet werden. Dazu gibt es ein Foto jedes Kämpfers im Großformat.

Sport könnte schneller werden

Damit das System funktioniert, werden die Kämpfer mit Berührungssensoren ausgestattet. Diese registrieren nicht nur eine Berührung, sondern auch die Härte des Angriffs – und entsprechend stark oder schwach fällt der Lebensbalken ab. Das System könnte den Sport grundlegend ändern. Nicht nur sollen so neue Zuseher angesprochen werde, auch könnte es den Kampfsport schneller machen.

Das bisherige Punkte-System ist in den Augen von Kritikern so ausgelegt, dass es langsame Kampfstile bevorzuge, bei denen sich Kämpfer nur decken und mit kurzen Bewegungen versuchen, den anderen Kämpfer zu berühren. Denn selbst leichte Berührungen werden als Punkte gezählt. Beim Lebensbalken-System allerdings wird belohnt, wer besonders kräftig zuschlägt.

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