"TTIP ist vermurkst, zurück zum Start"

Spar-Chef Drexel und eine Gruppe aus Unternehmern und Ärzten macht gegen das Freihandelsabkommen der EU mit den USA mobil. Österreich drohen Hormonfleisch und Vergiftung durch Pestizide.
Spar-Chef Drexel und eine Gruppe aus Unternehmern und Ärzten macht gegen das mobil. Österreich drohen Hormonfleisch und Vergiftung durch Pestizide.

Landwirtschaft in den USA: Alle Kälber werden nach der Geburt einer "Antibiotikadusche" unterzogen, über einen Körperchip werden ihnen dauerhaft Wachstumshormone verabreicht, nach 13 Monaten (in Österreich 28 Monate) werden die Tiere geschlachtet.

"90 Prozent des Fleisches in den USA sind Hormonfleisch", sagte Spar-Chef Drexel bei einer Podiumsdiskussion in der Hofburg in Wien. "Die Produktion ist 50 Prozent billiger. Kommt TTIP, wird Österreich mit diesem Junkfood geflutet."

Was noch droht? Verbote für regionale Markenprodukte, der Masseneinsatz von Pestiziden (in der EU sind 82 Arten verboten, in den USA alle erlaubt), Schiedsgerichte würden kleine Unternehmen wegfegen.

Drexel ist deswegen für einen Stopp der TTIP-Verhandlungen. "Das ist vermurkst." Auf die Politik hofft er kaum mehr. "Ich habe mit Vizekanzler Mitterlehner über TTIP gesprochen. Er ist militant dafür."

 
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