"Überparteiliche" Initiative vereint sich mit ÖVP

Über 2.200 Unterschriften sammelte eine "parteiübergreifende" Initiative in Vösendorf, jetzt schloss man sich mit der Volkspartei zusammen.

Seit einigen Monaten setzt sich in Vösendorf (Bezirk Mödling) die Initiative "Dorfbegehren" für einen Baustop in der Marktgemeinde ein. Aus Vösendorf soll keine "Vösenstadt" werden, so das Motto. Die Bewegung betonte immer wieder ihre Überparteilichkeit, schoss aber regelmäßig gegen die rote Bürgermeisterin Andrea Stipkovits – "Heute" berichtete.

Über 2.200 (Online-)Unterschriften wurden seither gesammelt. Am Mittwoch rief man nun gemeinsam mit der Volkspartei Vösendorf die Bürgerbewegung "Miteinander Vösendorf" ins Leben, um sich gegen die Verbauung "parteiübergreifend" zur Wehr zu setzen – andere Parteien sind aber offenbar nicht beteiligt. "Es ist ein Akt der Selbstverteidigung der Vösendorfer Bevölkerung gegen die SPÖ-geführte Betonfraktion im Bürgermeistersessel", sagt Roman Patzelt, Initiator des Dorfbegehrens.

"Nur Volkspartei bereit sich zu öffnen"

Und weiter: "Die von der SPÖ geführte Gemeinderegierung hat sich längst von den Anliegen und Ängsten der Bevölkerung entfernt, Parteibuchpolitik steht im Vordergrund. Einzig die von Hannes Koza geführte Volkspartei war bereit, sich zu öffnen und fernab von Parteidenken alleine die Interessen und Wünsche der Bevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen."

"Durch den Zusammenschluss unserer Kräfte geben wir unseren Unterstützern eine breite Plattform, um miteinander den Erhalt unseres Lebensraumes sicherzustellen und die Verbauung zurückzudrängen", so ÖVP-Chef Hannes Koza.

Für die SPÖ dürfte der offizielle Zusammenschluss nicht überraschend kommen. Erst wenige Tagen zuvor hatte die Bürgermeisterin auf der Gemeinde-Homepage Stellung genommen und dabei Hannes Koza als eigentlichen Verwalter der Initiative bezeichnet.

"Jegliche Versuche seitens der Gemeinde Vösendorf mit dem Initiator, Herrn Roman Patzelt, in Kontakt zu treten, um Gespräche im Sinne der Vösendorferinnen und Vösendorfer zu führen, blieben bislang erfolglos", so Stipkovits, die auch Mails mit Terminvorschlägen für Gespräche vorlegt, die allerdings unbeantwortet blieben.

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