"Wieder eine mehr": Kern scherzt mit Rendi-Wagner

Am Vormittag im SPÖ-Vorstand einstimmig gewählt, am Nachmittag zur Angelobung bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Pamela Rendi-Wagner verliert keine Zeit und erklärt am Mittwoch bei ihrer ersten Pressekonferenz als Gesundheits- und Frauenministerin, was sie vorhat.
Am Vormittag im verliert keine Zeit und erklärt am Mittwoch bei ihrer ersten Pressekonferenz als Gesundheits- und Frauenministerin, was sie vorhat.

Das Gesundheitsressort ist für Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) auch ein Stück weit Chefsache. Damit betont er bei der Vorstellung der neuen Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner die Wichtigkeit ihrer kommenden Aufgaben.

Frisch Parteimitglied

Rendi-Wagner, seit fünf Jahren Mitglied im Bund sozialdemokratischer Akademiker (BSA) ist "seit gestern" Parteimitglied der SPÖ. Kerns freudiger Einwand: "Wieder eine mehr" sorgt für Gelächter im Raum. "Wobei ich die Hoffnung hab, dass wir auch genug Neueintritte finden, ohne, dass wir allen gleich ein Ministeramt anbieten müssen."

Im Video zu sehen am 13:45 Minuten

Frauenthemen

Dass sie gerade am Weltfrauentag auch als neue Frauenministerin angelobt wird, freut Rendi-Wagner ganz besonders: "Ich kann Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung als arbeitende Frau und Mutter zweier Töchter sagen, dass ich täglich mehrmals Spagate mache um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch zu gewährleisten. (...) Ich werde das ab sofort täglich auf meiner Agenda haben."

Rendi-Wagner spricht die Lohnschere und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als große Themen an, die sie mit konkreten Maßnahmen angehen will. Eine der wichtigsten: Die Einführung eines Mindestlohnes von 1.500 Euro. "Mehr als 200.000 Frauen in diesem Land verdienen weniger", zeigt sie auf.

Um es Frauen leichter zu machen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist es notwendig "endlich" flächendeckend bundesweite adäquate Kinderbetreuungsangebote und Ganztagsschulen zu gewährleisten. Auch ein zweites gratis Kindergartenjahr nennt Rendi-Wagner als Maßnahme.

"Muss mich nicht mehr einarbeiten"

Im Bereich Gesundheit erinnert sich Rendi-Wagner an Sabine Oberhauser: "Ich habe mit Sabine Oberhauser zweieinhalb Jahre sehr intensiv, sehr konstruktiv und sehr leidenschaftlich im Bereich der Gesundheitspolitik zusammengearbeitet. Es steht für mich außer Frage, dass ich diesen gemeinsam gestalteten Weg fortsetzen werde." Dabei will sie auf ihre bisherige Erfahrung und aufgebauten Netzwerke bauen.

Bis zum Ende der Legislaturperiode ist zwar nicht mehr viel Zeit, doch Rendi-Wagner kann gleich loslegen: "Ich muss mich in diese Arbeit nicht mehr einarbeiten", sagt sie.

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