Die Arbeiterkammern zogen Bilanz und brachten die fünf Top-Aufreger der Konsumenten im Jahr 2014 heraus. Ganz an der Spitze befindet sich hier das Wohn-Thema.
Beim Wohnen draufgezahlt
Knapp ein Viertel der Beratungen österreichweit bezogen sich auf Wohnfragen - Wohnberatungen machten in Wien sogar knapp ein Drittel aus. Die Mieter beschwerten sich etwa über undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen, zu hoch verrechnete Hauptmietzinse in privaten Altbaumietwohnungen, Maklergebühren und die Thermenreparatur.
"Wenigstens wurde die leidige Debatte um defekte Thermen gesetzlich gelöst", sagte Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Wien Konsumentenpolitik. "Jetzt fehlt noch ein einfaches verständliches Mietrecht mit wirksamen Mietpreisgrenzen."
Ärger mit Geld und Co
16 Prozent der Anfragen drehten sich um Probleme mit Fitnesscentern, Handwerkern oder Partnervermittleragenturen, etwa mangelhafte Leistung oder Probleme bei der Kündigung. 15 Prozent waren über Finanz- oder Versicherungsthemen aufgebracht.
Knapp elf Prozent der Beratungen hatten mit dem Einkaufen zu tun. Beanstandet wurden etwa Lieferverzögerungen, mangelhafte Waren oder nicht akzeptierte Rücktrittsrechte beim Einkauf außerhalb von Geschäftsräumen. Die Telekomanbieter nervten neun Prozent der Hilfesuchenden. Besonders die Tariferhöhungen waren eine heißes Thema.