"Wunder Gottes heilte meine Hand"

Alfred Ofner (69) ist seit 2012 ständiger Diakon in Pottendorf.
Alfred Ofner (69) ist seit 2012 ständiger Diakon in Pottendorf.Bild: Der SONNTAG. Zeitung der Erzdiözese Wien
Der 69-jährige Alfred Ofner war früher nicht sonderlich gläubig, mit einem "außerkörperlichen Erlebnis" änderte sich alles.
Der frühere Landwirt und Funktionär der nö. Landesfeuerwehr besuchte zwar regelmäßig die Messe, streng gläubig war er aber nicht. Im Gegensatz zu seiner Frau Maria, die 2001 völlig unerwartet an den Folgen einer Grippe starb. Mit ihr war Alfred Ofner Ende der 1990er-Jahren in den Wallfahrtsort Medjugorje gefahren, dort habe seine Gattin ihm einen Rosenkranz in die Hand gedrückt.

Nach dem Tod der Gattin holte Ofner, heute Diakon in Pottendorf (Baden), den Rosenkranz aus der Schublade und begann damit zu beten, wie „Der SONNTAG. Zeitung der Erzdiözese Wien" berichtet, der Ofner jetzt seine Lebensgeschichte erzählte.

Im Februar 2004 wurde bei dem Niederösterreicher die Krankheit "Morbus Sudeck 2-3" diagnostiziert. Handgelenk und Finger versteiften, die Handknochen wurden porös. Ärzte gaben Alfred Ofner null Heilungschancen, stellten eine 30-prozentige Behinderung fest.

"Schmerzen in der Hand verschwunden"

Zwei Jahre später fuhr er nach Medjugorje, betete den Rosenkranz für seine kranke Schwester. Plötzlich bekam er Kopfschmerzen, einen Druck in der Herzgegend: "Ich hörte eine Stimme, die mich fragte, ob ich zum Sterben bereit sei. In dieser Situation sagte ich zu mir: ‚Ok. Wenn ich schon sterben muss, dann hier, ich kann mir keinen besseren Platz zum Sterben vorstellen'. Dann hatte ich ein außerkörperliches Erlebnis und spürte, dass die Schmerzen in meiner Hand verschwunden waren. In diesem Augenblick habe ich registriert, dass ich meine eigene Heilung erlebe. Ich begann meine Hand zu drehen, meine Finger zu bewegen, den Arm zu heben und stellte fest, dass die Beweglichkeit voll hergestellt war. Ich sah zu, wie die Schwellungen verschwanden und die Hand ihr ursprüngliches Aussehen wiedererlangte", so Ofner zu "Der SONNTAG".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Und weiter: "Doch trotz der Wunderheilung hielt sich die Freude am Anfang in Grenzen. Ich fragte mich, warum ich geheilt wurde, obwohl ich eigentlich für meine kranke Schwester gebetet habe, die kurz darauf verstorben ist", so Alfred Ofner. Dennoch traf er kurz darauf eine Lebensentscheidung und ließ sich zum Diakon ausbilden.

Diakon Alfred Ofner mit Kardinal Schönborn
Diakon Alfred Ofner mit Kardinal Schönborn
Laut der Zeitung sei mittlerweile durch drei unabhängige ärztliche Untersuchungen bestätigt worden, dass die Hand beweglich ist, obwohl Röntgenbilder die Krankheit nach wie vor anzeigen. Bei einer internationalen Fachtagung sprachen Ärzte von einem "medizinisch nicht zu erklärenden Phänomen".

(wes)

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