"YEAH" - FPÖ stellt rechte Jugendallianz vor

Bild: Facebook
Am Freitag traf die FPÖ auf Jugendvertreter der ultrarechten Parteien Front National, Vlaams Belang und den Schwedendemokraten. Grund für die Pressekonferenz war die Vorstellung von "YEAH", der "Young European Alliance for Hope", eines länderübergreifenden Schulterschlusses der europäischen Rechten. Scharfe Kritik übt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos an diesem Treffen.
Am Freitag traf die FPÖ auf Jugendvertreter der ultrarechten Parteien Front National, Vlaams Belang und den Schwedendemokraten. Grund für die Pressekonferenz war die Vorstellung von "YEAH", der "Young European Alliance for Hope", eines länderübergreifenden Schulterschlusses der europäischen Rechten. Scharfe Kritik übte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos im Vorfeld an diesem Treffen. 

Bei einer Pressekonferenz im FPÖ-Medienzentrum stellte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Harald Vilimsky gemeinsam mit Udo Landbauer, dem Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend, die länderübergreifende Allianz "YEAH" vor. Hinter dem freundlichen Akronym verbirgt sich der Name der rechten Jugendorganisation "Young European Alliance for Hope" - die "Junge Europäische Allianz für Hoffnung".

Mit an Bord dieser Allianz sind neben der FPÖ außerdem die französische Front National, die Sverigedemokratisk Ungdom aus Schweden und die Vlaams Belang aus Belgien. Gemein haben die Parteien neben ihrer nunmehrigen Zugehörigkeit zur "YEAH" außerdem die unmittelbare Nähe zum politisch rechten Rand.

Die genauen Arbeitsfelder und Funktionen der Allianz werden noch genauer erarbeitet. In erster Linie soll sie wohl zum internationalen Netzwerken der jungen europäischen Rechten dienen.

Kritik von SPÖ

"Der internationale Freundeskreis der nationalistischen FPÖ besteht aus Moslemhassern, Rassisten, rechten Hetzern und demokratiefeindlichen Populisten, die ihr Geschäft mit der Angst der Menschen machen und das gemeinsame Europa zerstören wollen. Strache, Vilimsky und Mölzer fügen damit Österreichs Ansehen enormen Schaden zu. Das werden wir deutlich aufzeigen", betonte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer am Donnerstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst.

Straches europäische Freunde hätten, ebenso wie Mölzer, durch Hetze gegen Minderheiten und rassistische Beschimpfungen "traurige Berühmtheit erlangt". Dem müsse man sich entschieden entgegenstellen. "Im Europa des 21. Jahrhunderts haben solche menschenverachtenden Ideologien keinen Platz. Wir haben im vorigen Jahrhundert gesehen, wohin Nationalismus und Hass führen", so Darabos.
Die Front National ist seit ihrer Gründung eine berüchtigte Schnittstelle zwischen Rechtsextremismus und Neofaschismus - auch im internationalen Kontext.

In den Reihen des Vlaams Belang befindet sich der Anfang 2011 wegen Holocaustleugnung verurteilte Roeland Raes, der sogar deren Vizepräsident war und trotz alledem nicht ausgeschlossen wurde. Noch 2007 wurde dem Vlaams Belang vom deutschen Rechtsextremismusforscher Richard Stöss attestiert, "an ihren Rändern [...] mit der Neonaziszene vernetzt" zu sein.

Im November 2012 wurde öffentlich, dass der Führungskader der Schwedendemokraten Kent Ekeroth gemeinsam mit zwei Parteifreunden im Juni 2010 mit Eisenstangen bewaffnet in Stockholm Jagd auf Migranten gemacht hatte.
Nav-Account heute.at Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen