Gesundheit

0 Mpox-Fälle seit Monaten – Rauch ruft zur Impfung auf

Die Affenpocken-Epidemie hat sich in Europa deutlich entspannt. Gewissen Personen empfiehlt der Gesundheitsminister dennoch eine Impfung.

Roman Palman
Gesundheitsminister Johannes Rauch am 6. Februar 2023 in Wien.
Gesundheitsminister Johannes Rauch am 6. Februar 2023 in Wien.
IMAGO/SEPA.Media

In den vergangenen vier Wochen wurden nur 85 neue Affenpocken-Fälle in ganz Europa festgestellt. Bis Ende November hatte es in Österreich in Summe 327 bekannte Infektionsfälle, seither keinen einzigen mehr.

Die Mehrzahl der Infektionen verlief laut Gesundheitsministerium bis dato mild bis moderat. Nur in wenigen Fällen hatten die Betroffenen starke Schmerzen. In der EU wurden bisher fünf Todesfälle verzeichnet, sieben Personen benötigten intensivmedizinische Behandlung. In Österreich gab es bisher keine Todesfälle, auch Kinder und Jugendliche waren bisher nicht betroffen.

Dennoch empfiehlt das Nationale Impfgremium nach wie vor eine Schutzimpfung für bestimmte Personengruppen, um diese bestmöglich vor weiteren Ausbrüchen von Affenpocken – bzw. "Mpox" wie die Krankheit neu heißt – zu schützen.

"Wir haben ausreichend Impfstoff, um allen Menschen in Österreich eine Impfung anzubieten, denen sie empfohlen ist", betont Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) dazu am Aschermittwoch. 

Schutzimpfung für diese Personen

In Österreich wurden bisher über 6.000 Impfungen in den e-Impfpass eingetragen. Für 22.000 Personen steht noch Impfstoff gegen Mpox (Affenpocken) zur Verfügung. Damit können alle, denen die Impfung empfohlen wird, auch eine Impfung erhalten.

"Auch wenn seit Monaten keine neuen Fälle registriert wurden, müssen wir wachsam sein und uns auf künftige Ausbrüche vorbereiten. Dazu gehört, dass die Impfung in Anspruch genommen wird", ist sich Gesundheitsminister Johannes Rauch sicher.

Empfohlen ist eine Impfung derzeit für Personen, die engen körperlichen Kontakt mit einer an Mpox (Affenpocken) erkrankten Person hatten, und für Gesundheitspersonal mit einem sehr hohen Ansteckungsrisiko.

Vorbeugend können sich Personen mit individuellem Risikoverhalten impfen lassen, vor allem bei Sex mit häufig wechselnden Partnern. Eine Impfung quer durch die Breiten der Bevölkerung ist gemäß Empfehlung des Nationalen Impfgremiums derzeit nicht empfohlen.

Die Namensänderung erklärt

Als sich der Ausbruch von Affenpocken ausgeweitet hat, wurde eine verstärkt rassistische sowie stigmatisierende Sprache im Internet beobachtet. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im November 2022 empfohlen, die Erkrankung "Affenpocken" in "Mpox" – eine Verkürzung aus dem Englischen "monkey pox" – zu ändern.

Die WHO schlägt dazu auch eine einjährige Übergangsphase vor, in der beide Bezeichnungen nebeneinander benutzt werden. Auf diese Weise möchte man eine Verwirrung innerhalb der Bevölkerung vermeiden.

Auch das Gesundheitsministerium folgt laut Rauch dieser Empfehlung und verwendet künftig den Ausdruck "Mpox (Affenpocken)". In den vergangenen Tagen sollen dafür auch alle rechtlichen Grundlagen entsprechend angepasst worden sein.

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