Leihspieler Sasa Kalajdzic (35.), George Bello (57.) und der eingewechselte Moses Usor (83.) schossen die Stahlstädter gegen den vor allem in Halbzeit eins stark auftretenden Stadtrivalen ins Halbfinale des ÖFB Cups. Beim ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Michael Köllner netzten Isak Dahlqvist (2.) und Shon Weissman (18.) für Blau-Weiß, ließen den Tabellen-Letzten der Bundesliga von der Cup-Sensation träumen.
Der LASK blieb damit auch im zehnten Spiel unter Trainer Didi Kühbauer ungeschlagen, holte den neunten Sieg. Damit haben die Stahlstädter weiterhin die Chance, den ersten Titel seit 1965 einzufahren.
"Wir haben es uns selbst schwer gemacht, waren in der ersten Halbzeit nicht richtig im Spiel. Dann haben die Jungs aber gezeigt, dass sie unbedingt weiterkommen wollen. Ich habe in der Pause gespürt, dass die Jungs unbedingt weiterkommen wollen", lobte Kühbauer sein Team, hob aber auch mahnend den Finger: "Es darf nicht sein, dass wir glauben, dass das Spiel immer mit einem Rückstand beginnen muss."
In der Linzer Raiffeisen Arena gelang den Gästen der Traumstart. Es dauerte keine zwei Minuten, bis Winter-Neuzugang Dahlqvist Blau-Weiß in Front brachte, einen zu kurz von Andres Andrade geklärten Ball volley ins Eck knallte – 1:0. Star-Stürmer Weissman legte dann das 2:0 nach, wurde mustergültig von Ex-LASK-Kicker Thomas Goiginger bedient (18.). Davor hatte Samuel Adeniran den zwischenzeitlichen Ausgleich für den LASK auf dem Fuß, scheiterte aber an Neuzugang Nico Mantl im Blau-Weiß-Tor (7.).
Kalajdzic verkürzte vor dem Seitenwechsel dann, dem Wolverhampton-Leihspieler rollte der Ball vor die Füße, er zog ab und traf sehenswert das rechte Eck (35.) – sein Premierentreffer im LASK-Dress. Adeniran vergab fünf Minuten später dann seine zweite Großchance, das Mittelding aus Abschluss und Pass ging vorbei (40.).
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Linzer Athletiker das Geschehen dann in die Hand. Zunächst rettete Mantl noch stark beim Kopfball von Kasper Jörgensen (55.), zwei Minuten später war es Bello, der auf 2:2 stellte, von Kapitän Sascha Horvath bedient wurde.
Der LASK suchte dann die Entscheidung, doch Adeniran scheiterte zunächst erneut an Blau-Weiß-Zugang Mantl (61.), knallte den Ball vier Minuten später drüber (65.). Einen der wenigen Entlastungsangriffe von Blau-Weiß vergab Goiginger leichtfertig, haute drüber (79.). So war es Usor, der in der 83. Minute von Kalajdzic bedient auf 3:2 stellte.
Am Samstag steht nun die Partie Ried gegen Rapid Wien auf dem Programm, am Sonntag folgen die Spiele Wolfsberg gegen Red Bull Salzburg und Altach gegen Sturm Graz.