Trainer Senft verrät "Heute"

Hilfe aus England – So will Ried Rapid im Cup schlagen

Im "Heute"-Gespräch erklärt Ried-Trainer Maximilian Senft, was er über Rapid, den Cup-Schlager, Hilfe aus England und persönliche Ziele denkt.
Georg Steinschnack
30.01.2026, 07:05
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Showtime im Innviertel! Nach einem starken Herbst und Platz sechs in der Liga trifft Ried am Samstag um 17.30 Uhr im Cup-Viertelfinale vor heimischer Kulisse auf Rapid. "Heute" sprach mit Ried-Trainer Maximilian Senft über die Hütteldorfer, Unterstützung aus England und dem Zwiespalt im Profi-Fußball.

"Heute": Am Samstag geht es zum Auftakt der Frühjahrssaison im Cup-Viertelfinale gegen Rapid. Auf welche Art von Spiel darf man sich freuen?

Maximilian Senft: "Es ist eine sehr spezielle Konstellation. Nach einer Vorbereitung fühlt sich ein Spiel anders an als im regulären Meisterschaftsbetrieb, man ist noch nicht im Flow. Dazu kommt, dass es ein klassischer Cup-Fight wird. Gleichzeitig spüre ich in der Mannschaft einen sehr guten Mix aus Anspannung und Vorfreude."

Wie kann Ried Rapid knacken?

"Die Vorbereitung hat gezeigt, dass bei Rapid ein großer Fokus auf dem Ballbesitz liegt. Unser Ziel muss es sein, ihnen die Spielstärke und Freude zu nehmen. Entscheidend wird dabei sein, die starken Einzelkönner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und gleichzeitig die Fans von der ersten Sekunde an mitzunehmen. Diese Kombination kann am Ende der Schlüssel zum Sieg sein."

Sie haben das Ballbesitz-Thema bereits angeschnitten. Wie erwarten Sie Rapid unter Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup?

"Ich gehe davon aus, dass sie sich in der ersten Phase des Spielaufbaus nicht stressen lassen und ihre Angriffe sehr kontrolliert vorbereiten. Gleichzeitig haben sie in der Vorbereitung auch Varianten gezeigt, mit denen man hoch stehende Gegner über lange Bälle bespielen kann. Am Ende erwarte ich einen Mix aus beiden Ansätzen."

Sie scheinen gut gerüstet zu sein. Ist es schwieriger, sich auf einen Trainer vorzubereiten, der noch kein Pflichtspiel in Österreich gecoacht hat?

"Man muss in so einem Fall zumindest kreativer werden. Wir haben einerseits die Vorbereitung von Rapid sehr genau beobachtet, zugleich aber bereits in der Winterpause als Trainerteam den Blick erweitert. So haben wir uns Spiele von Nordsjælland angesehen. Außerdem habe ich mir über alte Kontakte von meiner Zeit als Co-Trainer bei Barnsley Videos von Norwich besorgt. Daraus lassen sich bereits einige Dinge ableiten."

Ein besonderes Spiel wird es jedenfalls für Nicolas Bajlicz. Im Sommer von Rapid aussortiert, ist er nun als Spielmacher bei Ried gesetzt. Was gibt er dem Team?

"„Nico” steuert den Rhythmus unseres Spiels sehr gut, denn er verfügt über starke Dribblingfähigkeiten und bleibt auch unter Druck sehr ruhig. Diese Art, das Tempo zu kontrollieren, passt hervorragend zu unserer Spielweise. Von diesem zusätzlichen Element können wir nur profitieren."

Durch den starken Herbst und Platz sechs in der Liga sind auch Sie als Trainer ins Blickfeld gerückt. Ein Wechsel zu Sturm Graz scheiterte an der Ablöseforderung von Ried. Hatten Sie das Gefühl, dass die Beziehung zwischen Ihnen und der Mannschaft darunter gelitten hat?

"Nein, dieses Gefühl hatte ich zu keinem Zeitpunkt. Das hat mehrere Gründe. Einerseits war ich während des gesamten Prozesses im engen Austausch mit den Führungsspielern der Mannschaft und habe das Thema gleich zu Beginn offen angesprochen. Andererseits ist im Profifußball jedem bewusst, dass man sich immer in einem Spannungsfeld zwischen der Schnelllebigkeit des Geschäfts und der Verbindung, die man zu den Menschen in einem Verein aufbaut, bewegt. Jetzt geht es ohnehin nur noch darum, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen."

Ist das obere Meister-Play-off als Aufsteiger eines dieser Ziele?

"Fünf Runden vor der Punkteteilung stehen wir in den Top sechs und sind damit voll im Rennen um das obere Play-off. Diesen Kampf nehmen wir an – alles andere würde auch nicht zu dieser Mannschaft passen."

{title && {title} } gst, {title && {title} } Akt. 30.01.2026, 09:15, 30.01.2026, 07:05
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