Gernot Messner erlebt einen denkbar schwierigen Start in seine erste Auslandsstation als Cheftrainer. Der 45-jährige Österreicher übernahm bei den Grasshoppers Zürich und kassierte gleich zwei deutliche Niederlagen: 0:5 und 0:4. Der Traditionsklub bleibt damit weiter Vorletzter der Schweizer Super League.
Dabei zählen die Grasshoppers zwar zu den erfolgreichsten Vereinen der Schweiz, doch die großen Zeiten liegen lange zurück. Der letzte Meistertitel datiert aus dem Jahr 2003. In den vergangenen Jahren pendelte der Klub zwischen Mittelmaß und Zweitklassigkeit. Auch der Versuch mit Gerald Scheiblehner als Trainer scheiterte nach enttäuschenden Ergebnissen frühzeitig.
Messner, der im November zunächst als U21-Coach gekommen war, rückte nach dessen Aus zum Cheftrainer auf keine einfache Aufgabe. Nach dem 0:5-Debakel bei Servette folgte zu Ostern ein 0:4 gegen Sion. "Das ist ein brutaler Schlag! So viele individuelle Fehler sind extrem bitter", sagte er gegenüber "Blick".
Trotzdem will Messner nicht aufgeben. Rückendeckung erhält er auch von Sportchef Alain Sutter, der klarstellt: "Es liegt nicht am Trainer weder an Scheiblehner noch an Gernot."