Nach einem Spiel

"Macht keinen Sinn" – Klub-Ikone attackiert ÖFB-Trainer

Nach Scheiblehners Aus bei Zürich reißt die Kritik nicht ab. Auch Nachfolger Messner steht nach seinem Fehlstart bereits massiv unter Druck.
Sport Heute
28.03.2026, 14:59
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Entlassung von Gerald Scheiblehner bei den Grasshoppers Zürich sorgt auch Tage danach noch für Wirbel. Nach dem 1:5-Debakel bei Tabellenführer Thun war der österreichische Trainer in der vergangenen Woche freigestellt worden. Sportlich war die Lage zum Zeitpunkt der Entlassung extrem angespannt: Das Team lag auf dem vorletzten Platz, der in der Schweiz die Relegation bedeutet. Der Rückstand auf das rettende Ufer, Stadtrivale FC Zürich, betrug zehn Punkte. Gleichzeitig trennte die Grasshoppers nur ein Polster von fünf Zählern von Schlusslicht Winterthur, das direkt absteigt.

Kritik an Entlassung

Rückendeckung erhält Scheiblehner dennoch von Klublegende Kubilay Türkyilmaz, der zwischen 1996 und 1999 insgesamt 83 Spiele für die Grasshoppers absolvierte. In seiner Kolumne für den "Blick" kritisierte er die Entscheidung der Klubführung scharf – und nahm dabei vor allem Geschäftsführer Alain Sutter ins Visier: "In dieser Konstellation entscheidet er alles allein. Einsame Entscheidungen. Falsche Entscheidungen. Wie die überstürzte Entlassung von Gerald Scheiblehner."

Doch nicht nur die Entlassung stand im Fokus der Kritik. Auch Gernot Messner geriet ins Visier von Türkyilmaz. Der 45-Jährige hatte den GAK 2024 in die Bundesliga geführt und zuletzt, auf Empfehlung von Scheiblehner, die U21 der Grasshoppers betreut.

Messner als Feuerwehrmann

Nach der Entlassung übernahm Messner jedoch die erste Mannschaft bis Saisonende und soll den Klub nun vor dem Abstieg bewahren. Sein Einstand misslang dabei deutlich: Beim 0:5 in Genf setzte es eine klare Niederlage. Entsprechend kritisch fiel seine Reaktion aus: "Was soll das, eine Kopie des entlassenen Trainers zu installieren, der zudem über zu wenig Erfahrung für diesen Job verfügt? Das ergibt keinen Sinn. Wieder eine einsame, falsche Entscheidung von Alain."

Messner zeigte sich nach dem Debakel ebenfalls verärgert: "Wir haben die ersten zehn Minuten eigentlich gut ins Spiel gefunden. Haben uns dann aber vielleicht zu sicher gefühlt, weil wir danach gar nicht mehr verteidigt haben." Eine Leistung, die für den Kärntner nach einer guten Trainingswoche nur schwer erklärbar war. Für die kommenden Spiele gibt er deshalb die Richtung klar vor: "Es gilt, offen anzusprechen, was gefehlt hat. Die Spieler sollen in sich gehen und reflektieren." Sieben Spiele bleiben den Grasshoppers noch, um das Ruder herumzureißen. Weiter geht es am Ostermontag (6.4) mit dem Heimspiel gegen den FC Sion.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.03.2026, 14:59
Jetzt E-Paper lesen