Schauplatz Frisör/Barbier, Montagmittag, 13. Dezember, also kurz nach Beendigung des Lockdowns - und es ist klar, warum Österreich die Pandemie niemals in den Griff bekommen kann: Drei Frisöre schnitten im Hauptzimmer die Haare, im Nebenzimmer wurden Frauen "behandelt" - es herrschten freundliche, aber doch hektische Bedingungen beim Frisör in der Innenstadt einer niederösterreichischen Stadt. Ein Kunde nach dem anderen wurde nach dem Lockdown abgefertigt.
Klar, hatten doch einige Kunden nach dem erneuten Lockdown zerfleddertes, langes Haar und wild wachsende Bärte. Nur: Auf engem Raum baten drei Frisöre, ohne Maske (Impfstatus ungewiss) ihre Künste auf, fachlich gekonnt und auf Hochdruck. Niemand wurde nach einem Corona-Test, Impfstatus oder dergleichen gefragt. Es herrschten Bedingungen wie zuletzt im Februar 2020.
Und: Keiner der Angestellten, inklusive Chef, trug einen Mund-Nasen-Schutz, auch von den Kunden hatte nur einer eine Maske auf - und der hatte den Schutz freiwillig auf.
Dabei müssen Frisöre derzeit einige Regeln beachten - mehr dazu lesen Sie hier. Dass sich eigentlich nur jene, die ein gültiges Impfzertifikat oder den Nachweis über eine Genesung vorlegen können, die Haare kürzen lassen dürfen, dürfte bei diesem Frisör nicht angekommen sein bzw. wird halt beinhart ignoriert.