Nach der blutigen Terrorserie der vergangenen Woche bleibt Frankreich weiterhin im Alarmzustand. Es herrscht unverändert höchste Terror-Warnstufe. 10.000 Soldaten partouillieren auf den Straßen, vor allem rund um jüdische Einrichtungen. Auch in Rom schützen Sicherheitskräfte verstärkt mögliche Anschlagsziele, etwa im Vatikan.
Nach bleibt Frankreich weiterhin im Alarmzustand. Es herrscht unverändert höchste Terror-Warnstufe. 10.000 Soldaten partouillieren auf den Straßen, vor allem rund um jüdische Einrichtungen. Auch in Rom schützen Sicherheitskräfte verstärkt mögliche Anschlagsziele, etwa im Vatikan.
Schwerbewaffnete Soldaten prägen das Bild auf vielen Straßen von Paris. Auch fast eine Woche nach den blutigen Terroranschlägen in Paris mit insgesamt 17 Toten sitzt der Schock noch tief und es ist vorerst keine Entspannung der Sicherheitslage in Sicht. Nach wie vor herrscht in Paris die höchste Terrorwarnstufe.
Rund 10.000 Soldaten wurden mobilisiert, um mögliche Anschlagsziele zu schützen. Die insgesamt 717 jüdischen Einrichtungen in Frankreich wie Synagogen und Schulen gelten als besonders gefährdet.
Nach Angaben des Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian ist es das erste Mal, dass die Streitkräfte im Inneren so zum Einsatz kommen. Bereits jetzt sind landesweit tausende Polizisten, Gendarmen und Soldaten im Einsatz.
Auch Italien verstärkt Schutz
Die italienische Polizei reagiert ebenfalls auf die Anschläge in Paris und erhöht die Kontrollen im historischen jüdischen Ghetto und rund um die jüdische Schule in Rom. Auch die Kontrollen rund um Botschaften, Monumente, Basiliken und Medienredaktionen würden verschärft, teilte Polizeisprecher Diego Parente der italienischen Nachrichtenagentur ANSA mit.
Der Vatikan dementierte am Montag allerdings, dass es Indizien für geplante Anschläge gebe. "Wir haben keine Hinweise von ausländischen Geheimdiensten erhalten", berichtete der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi nach Angaben italienischer Medien.
Italiens Innenminister Angelino Alfano hatte am Freitag vor dem Parlament in Rom schärfere Anti-Terror-Maßnahmen angekündigt. So soll unter anderem eine Anti-Terror-Behörde eingerichtet werden, nach Modell der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft, die sich mit der Gefahr des fundamentalistischen Terrorismus befassen soll, so Alfano.