100 Menschen bei lebendigem Leib verbrannt

Die UNO erhebt schwere Vorwürfe gegen die Türkei. Bei Militäraktionen gegen die verbotene kurdische PKK im Südosten des Landes soll es zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen gekommen sein. Berichten zufolge sollen in Cizre rund 100 Menschen bei lebendigem Leib verbrannt worden sein.
Seitdem die Gewaltspirale zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen PKK im vergangenen Jahr wieder eskalierte, steigt die Zahl der Toten unaufhörlich. Im Zuge der türkischen Militäraktionen im vorwiegend kurdischen Südosten des Landes soll es auch zu Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen gekommen sein.

Rund 100 Menschen seien bei einem Einsatz von Sicherheitskräften in Cizre bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Menschen haben laut Berichten in den Kellern umstellter Gebäude Schutz gesucht. Entsprechende Schilderungen von Zeugen seien äußerst besorgniserregend, erklärte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Dienstag in Genf.

Auch bei Anti-Terror-Einsätzen seien Zivilisten zu verschonen und internationales Recht zu respektieren, so der UNO-Hochkommissar. Zudem forderten die Vereinten Nationen Ankara erneut auf, unabhängige UN-Beobachter ins Krisengebiet reisen zu lassen. Die türkische Regierung hat dies bisher immer verweigert.

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