100-Millionen-Dollar-Fonds für dunkelhäutige Creators

Auf längere Sicht will YouTube Probleme wie Belästigungen und Hassreden gegenüber dunkelhäutigen Nutzern und Creators angehen.
Auf längere Sicht will YouTube Probleme wie Belästigungen und Hassreden gegenüber dunkelhäutigen Nutzern und Creators angehen.Reuters
YouTube-CEO Susan Wojcicki hat sich dazu verpflichtet, die Plattform zu einem sichereren Ort für dunkelhäutige Zuschauer und Youtuber zu machen.

Um die Stimmen und Reichweite dunkelhäutiger Creators auf seiner Plattform zu vergrößern, hat YouTube einen Fonds von rund 100 Millionen Dollar angelegt. Die Details dieses Fonds hat YouTube-CEO Susan Wojcicki am Donnerstag auf dem offiziellen YouTube Blog veröffentlicht.

Konkret soll der Fonds dabei helfen, dass sich dunkelhäutige Youtuber besser auf der Plattform entwickeln können. "Wir haben uns dazu verpflichtet, uns als Plattform in Zukunft zu verbessern, die Stimmen dunkelhäutiger Creators zu verstärken und ihre Sichtweise und Perspektiven besser darzustellen", schreibt Wojcicki.

Livestream für einen guten Zweck

Das erste Projekt im Rahmen dieses Fonds startete bereits am Samstag. Es handelte sich um ein originales YouTube-Special, das den Namen "Bear Witness, Take Action" ("Bezeugen, in Aktion treten") trug. Am Livestream nahmen bekannte YouTuber und weitere Prominente teil, unter anderem Jemele Hill, John Legend und Roxane Gay.

Aber auch auf längere Sicht will YouTube laut Wojcicki Probleme wie Belästigungen und Hassreden gegenüber dunkelhäutigen Nutzern und Creators angehen und eine sicherere Umgebung für sie schaffen.

YouTube ist mit diesen Anliegen nicht allein. Auch Apple hat eine 100-Millionen-Dollar-Initiative gestartet, die "Racial Equity and Justice" heißt. Darüber hinaus hat YouTubes Mutterkonzern Google 12 Millionen Dollar aufgewendet, um verschiedenste Organisationen zu unterstützen. Ähnliches haben auch Amazon und Facebook versprochen. Sie wollen je 10 Millionen Dollar für gute Zwecke spenden.

Der Hintergrund

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz ist es in den USA zu tagelangen Protesten gekommen. In Portland, Los Angeles und New York City kam es vereinzelt zu Ausschreitungen, die sich aber in Grenzen hielten. In Washington blieben viele Menschen auch nach Einbruch der Dunkelheit trotz Ausgangssperre auf den Straßen. Auch weltweit wurde gegen Diskriminierung protestiert: In Wien gingen an einem Tag bis zu 50.000 Menschen gegen Rassismus auf die Straße.

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