Entgegen erster Angaben des Veranstalters im Rahmen der Versammlungsanzeige, wonach vorerst mit 200, in der Folge mit 1.000 Teilnehmern gerechnet wurde, folgten am Samstagnachmittag insgesamt rund 10.000 Personen der Einladung zu dieses Protests.
Die "Black Lives Matter"-Demonstration vom Mariahilfer Platz über den Andreas-Hofer- und den Tummelplatz bis zum Freiheitsplatz verlief dabei ohne Zwischenfälle. Ein Großteil der Demo-Teilnehmer trug einen Mund-Nasen-Schutz, berichtet die Polizei Steiermark.
Trotz Bemühungen und mehreren Hinweisen im Vorfeld und vor Ort, unter anderem über Lautsprecher sowie LED-Anzeige eines Polizei-Fahrzeuges, war ein Einhalten des geforderten Mindestabstandes mit zunehmender Dauer und bei der Schlusskundgebung am Freiheitsplatz aufgrund der Vielzahl an Personen jedoch nicht mehr flächendeckend realistisch möglich.
Hierbei handelt es sich laut Polizei jedoch maximal um den Verdacht von Verwaltungsübertretungen, die – in Abwägung mit dem höherwertigen Grundrecht der Versammlungsfreiheit – keine Voraussetzungen für eine Auflösung der Versammlung durch die Sicherheitsbehörde ergeben. Gesonderte Auflagen der Gesundheitsbehörde lagen nicht vor.