Ein Familienvater aus Oberösterreich staunte nicht schlecht, als er mit seiner Frau und den kleinen Kindern eine gut besuchte Pizzeria im Bezirk Grieskirchen aufsuchte. Die Kinder sollten sich eine Pizza teilen, weil sie allein keine ganze schaffen.
Doch beim Blick in die Speisekarte entdeckte die Familie einen ungewöhnlichen Hinweis: Pizzen werden hier "pro Person verrechnet". Das Lokal bittet darum, dass jede Person eine eigene Pizza bestellt.
Die Geschichte, zuerst von "Heute" berichtet, geht jetzt um die Welt, wurde bereits von Medien im Ausland aufgegriffen. Dass für das Teilen eines Gerichts ein Aufpreis von satten elf Euro fällig wird, sorgt für Empörung. Der Betrag entspricht dem Preis der günstigsten Pizza auf der Karte. Der Vater bezeichnet die Regelung als "wirklich übertrieben, eine Frechheit".
In Österreich ist ein Aufpreis für leere Teller zum Teilen von Speisen ja an sich nicht unüblich. Der sogenannte "Räuberteller" kostet je nach Lokal zwischen 1,80 und acht Euro.
Hintergrund sind Beschwerden der Wirte über Gästegruppen, in denen sich mehrere Personen eine Speise teilen und jeweils extra Geschirr verlangen. Ernst Pühringer, Salzburger Spartenobmann für Tourismus, nennt es "eine Unart, die ausgeartet ist".
Die Familie aus Oberösterreich entschied sich letztlich dazu, statt den Aufpreis zu zahlen, einfach eine zweite Pizza zu bestellen.