Party-Crasher Ercan Kara – zumindest aus Austria-Sicht! Der Rapid-"Joker" köpfelte am Sonntag im 349. Derby den Ausgleich zum 1:1 (83.). Zuvor hatte Kelvin Boateng (34.) die "Veilchen" vor 14.130 Heimfans (der Auswärtssektor war gesperrt) in Führung gebracht.
Mit dem Punkt verteidigten die Rapidler ihren dritten Platz. Dank der Nullnummer zwischen Tabellenführer Sturm und Hartberg beträgt der Rückstand auf den Spitzenreiter weiter vier Zähler. Die Austria liegt als Fünfter fünf Zähler hinter Rang eins.
Fakt ist: Restlos zufrieden war dem 1:1 niemand. "Heute geht keiner glücklich nach Hause", klagte Manfred Fischer. "Für uns ist das Unentschieden extrem bitter. Rapid hat mit einer Aktion ausgeglichen. Vom Meistertitel brauchen wir jetzt nicht reden, für mich ist Sturm Favorit", meinte der Austria-Kapitän. Reinhold Ranftl: "Es macht mich ein bisschen traurig, dass wir nicht gewonnen haben."
Austria – Rapid 1:1 (1:0)
Wien, Generali-Arena, 14.130, SR Lechner
Tore: 1:0 Boateng (34.), 1:1 Kara (83.)
Austria: Sahin-Radlinger – Handl, Dragovic, Wiesinger – Ranftl, Maybach (61. Wustinger), Barry, Lee T. – Fischer (91. Österreicher), Markovic – Boateng (62. Saljic)
Rapid: Hedl – Schöller (46. Ahoussou), Cvetkovic, Raux-Yao – Bolla, Amane (62. Antiste), M. Seidl, Horn – Wurmbrand (62. Kara), Weimann (88. Grgic), Dahl (62. Y. Demir)
Gelbe Karten: Markovic, Sahin-Radlinger bzw. Wurmbrand, Horn
Coach Stephan Helm: "Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Aber wir sind da oben dabei in der Gruppe, sind einer der Herausforderer."
Auch bei Rapid hielt sich die Freude über den Punkt in Grenzen. "Spielerisch war es schwierig", meinte Kara, der sein fünftes Saisontor erzielte. Trainer Johannes Hoff Thorup: "In der Tabelle wird sich noch einiges ändern, jeder kann jeden schlagen. Am Ende kann jede Mannschaft Meister werden." Der Traum von der "Mission 33" lebt demnach.