Beim TSV Hartberg läuft es sportlich wie nie zuvor – doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig! Obwohl Coach Manfred Schmid die Oststeirer in die Meistergruppe der Bundesliga geführt hat, lässt eine Vertragsverlängerung weiter auf sich warten. Der Grund: Unerwartete Geldprobleme.
Schmids Vertrag läuft im Sommer aus – genauso wie jener seines Trainerteams. Sportlich wäre die Sache klar, doch finanziell sieht es anders aus. Aus Sicht von Trainer Schmid wurde das so nie kommuniziert. "Wir haben über infrastrukturelle Dinge gesprochen, aber nie über Vertragsdetails. Ich wüsste nicht, woher das kommt", stellt der 55-Jährige klar.
Für Schmid steht ohnehin nicht das Geld im Vordergrund. "Ich kann sagen, dass mein Staff nicht allzu viel Geld verdient", betont er. Vielmehr gehe es um Anerkennung: "Diese fühle ich phasenweise schon, aber nicht immer 100-prozentig. Aber vielleicht ist das ein subjektives Gefühl von mir."
Auch die finanzielle Argumentation lässt er nicht gelten: "Wir haben alle Führungsspieler abgegeben und so sehr viel eingespart. Wir haben mit dem Cup-Finale (im Mai 2025, Anm.) und der Top-6 sehr, sehr viel Geld reingebracht. Ich habe irgendwo von zwei Millionen Euro Überschuss gehört." Der Wiener vermutet interne Probleme: "Wahrscheinlich sind beim Verein einige Dinge nicht so, wie man sich das vorstellt."
Zuvor erklärte TSV-Obmann Erich Korherr gegenüber "Sky": "Wir haben sehr hohe Einbußen im nächsten Jahr, da müssen wir am Spieler- und am Trainersektor schauen, wohin der Weg geht." Der Verein muss den Gürtel enger schnallen. Wegen sinkender TV-Gelder und geringerer internationaler Zahlungen fehlen laut "Krone" in der kommenden Saison rund 800.000 bis 900.000 Euro im Budget.