Sturm bleibt Spitzenreiter – und baut den Vorsprung aus! Die Steirer setzen sich im Schlager-Spiel der Runde bei den Hütteldorfern verdient mit 2:0 durch – und führen nun mit vier Punkten Vorsprung auf Red Bull Salzburg die Bundesliga an. Für Rapid setzt es nach drei Siegen und fünf ungeschlagenen Spielen am Stück wieder eine Niederlage. Albert Vallci (13.) und Seedy Jatta (52.) sorgten für den 2:0-Endstand.
Rapid ließ die große Chance, im direkten Duell an den Grazern vorbeizuziehen und zum ersten Mal seit 2016 die Tabellenführung zu übernehmen, ungenutzt. Besonders bitter: Für die Grün-Weißen ist es in der Saison im dritten Aufeinandertreffen mit Sturm die erste Niederlage – zuvor gewannen die Wiener zweimal 2:1. Durch den Dreier führen die Steirer die Bundesliga nun mit 26 Punkten an. Erster Verfolger Salzburg hält bei 22 Zählern, genauso wie die Hütteldorfer und der LASK.
Albert Vallci (13.) brachte das Team von Fabio Ingolitsch nach einem Eckball auf die Siegerstraße, hämmerte den Ball halbvolley unter die Latte. Den Endstand erzielte Seedy Jatta (52.) nach einem Abstauber. Vorangegangen war ein schwerer Patzer von Rapid-Schlussmann Niklas Hedl. Der Goalie konnte einen Abschluss aus der Distanz nicht fangen ließ ihn am Boden fallen und verlor obendrein den Ball aus den Augen – so musste der Sturm-Angreifer nur noch den Ball ins Tor spitzeln.
Torschütze Vallci brachte das Spielgeschehen im "Sky"-Interview auf den Punkt: "Wir waren sehr gut eingestellt. Wir haben immer wieder Ballgewinne gehabt und waren gefährlich in Umschaltsituationen. Genauso wie nach einigen Standardsituationen." Die Gäste waren vor allem taktisch gut auf Rapid vorbereitet. Das Heimteam ließ über die gesamte Spieldauer einiges vermissen. Schlussendlich hatten die Hütteldorfer (!) keinen Torschuss – zum ersten Mal seit fünf Jahren in einem Bundesliga-Spiel.
Dafür präsentierten sich die Grün-Weißen im Aufbauspiel äußerst fehleranfällig. Sturm kam zu einigen Chancen: Jon Gorenc-Stankovic (7.) gab den ersten Warnschuss ab, Jacob Peter Hödl (20.) traf nach einem Rapid-Fehler nur den Pfosten und Hedl rettete sieben Minuten später gegen Weinhandl. Hödl (62.) zwang Hedl nach seinem Patzer zu einer guten Tat, danach war das Spiel vor allem von einigen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Sturm verteidigte konsequent, Rapid offensiv zu harmlos. Schlussendlich hatten die Hütteldorfer (!) keinen Torschuss – zum ersten Mal seit fünf Jahren in einem Bundesliga-Spiel.