11-Jährige wegen Kopfschmerzen mit Heli vom Berg geholt

Das Mädchen wurde mit dem Christophorus 7 ins Spital geflogen.
Das Mädchen wurde mit dem Christophorus 7 ins Spital geflogen.picturedesk
Eine 11-jährige aus Oberösterreich wurde per Heli vom Großglockner ins Spital geflogen. Das Kind hatte Kopfschmerzen, sein Vater wählte den Notruf.

Eine Familie aus Oberösterreich unternahm Dienstag eine Wanderung in Heiligenblut (Kärnten). Vom Großglocknerhaus (auf 2.132 Metern Höhe) machte sich die Gruppe entlang des Wiener Höhenwegs zur Salmhütte (2.644 Höhenmeter) auf. Auf 2.600 Metern Seehöhe konnte das 11-jährige Kind dann nicht mehr weiter wandern. Das Mädchen klagte über starke Kopfschmerzen.  

Der Vater des Mädchens setzte daraufhin per Handy den Notruf ab. Das Kind wurde mit dem Rettungsheli Christophorus 7 ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. 

Einsatz kann teuer werden

Da coronabedingt heuer viele ihren Urlaub in Österreich verbringen und Abwechslung in der Natur suchen, rät der Konsumentenschutz OÖ eine Versicherung für medizinische Notfälle abzuschließen. Immer häufiger müssen Menschen vom Berg geflogen oder wegen schweren Rad-Stürzen mit dem Rettungsheli ins Spital gebracht werden. Knapp 9.000 Einsätze der österreichischen Bergrettung waren im Vorjahr zu verzeichnen, 2.500 Mal kam ein Rettungshubschrauber des ÖAMTC nach einem Freizeitunfall im alpinen Bereich zum Einsatz. Die österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) übernimmt bei Freizeitunfällen im alpinen Gelände grundsätzlich keine Kosten für die Hubschrauberbergung.

Rechnung über 6.600 Euro

Die Rechnung für so einen Einsatz kann aber teuer werden. Wie der Fall eines Linzers zeigt. Wolfgang E. war beim Mountainbiken in Windischgarsten (Bez. Kirchdorf/Krems) gestürzt, musste mit dem Hubschrauber ins Spital nach Kirchdorf geflogen werden. Die Rechnung: über 6.600 Euro! Die Kosten übernahm zum Glück die Versicherung.  

Eine kostengünstige Möglichkeit ist jene über Alpinvereine oder Autofahrerclubs. Auch Kreditkarten weisen unter entsprechenden Bedingungen häufig eine solche Absicherung auf. Am besten die Versicherungsbedingungen des Kreditkartenanbieters durchlesen. Infos auf ooe.konsumentenschutz.at

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