Millionen-Pleite in Vorarlberg: Der Dornbirner Immobilienunternehmer Christoph Breuß hat beim Bezirksgericht Dornbirn die Eröffnung eines Privatkonkurses beantragt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut seinem Antrag auf rund 11,3 Millionen Euro.
Den Gläubigern wird laut Wirtschaftspresseagentur (wpa) eine Quote von lediglich 0,127 Prozent angeboten, das schreibt der ORF.
Masseverwalter ist der Feldkircher Rechtsanwalt Martin Brunner von der Kanzlei Blum, Hagen & Partner. Die Bestellung eines Masseverwalters ist bei einem Privatkonkurs laut wpa ungewöhnlich und kommt im Gegensatz zu Firmenpleiten nur sehr selten vor.
Laut Nathaniel Heinritz, Leiter des KSV1870 Vorarlberg, hat Breuß in seinem Antrag Verbindlichkeiten von 11,3 Millionen Euro angegeben.
Bei den maßgeblichen Gläubigern soll es sich um Banken handeln. Diese verfügen dem Antrag zufolge über zahlreiche grundbücherliche Besicherungen.
Ob die Gläubiger dem angebotenen Zahlungsplan zustimmen werden, ist noch völlig offen. Zunächst müsse geklärt werden, wie die tatsächliche Vermögenssituation des Immobilienunternehmers aussieht.
Die angebotene Quote fällt äußerst niedrig aus. Bei einer Quote von 0,127 Prozent würden rechnerisch auf 1.000 Euro Forderung lediglich 1,27 Euro entfallen. Ob es tatsächlich zu einer Auszahlung in dieser Höhe kommt, hängt allerdings vom weiteren Verfahren und einer Zustimmung zum Zahlungsplan ab.
Breuß war mehrere Jahre unter anderem Geschäftsführer des Dornbirner Immobilienunternehmens Breuss & Partner. Am 14. Juli 2026 und damit rund einen Monat vor seinem Insolvenzantrag wurde er in dieser Funktion aus dem Firmenbuch gelöscht.