120.000 Russen auf Anti-Putin-Kundgebung

Für den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin wird es immer enger. 120.000 Russen demonstrierten am Samstag in Moskau gegen die Regierung Putin. Die Unterstützer des Premiers brachten allerdings auch 140.000 Regierungstreue auf die Straße.

Es handelt sich um die größten Aktionen seit etwa 20 Jahren. In der Hauptstadt waren 9.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Die Polizei gab die Zahl der Anti-Putin-Demonstranten mit 36.000 an. Genau einen Monat vor der Präsidentenwahl am 4. März forderten die Kreml-Kritiker eine ehrliche Abstimmung und mehr politische Freiheiten.

Größte Protestbewegung seit langem

Die Führung in Moskau sieht sich seit der Parlamentswahl am 4. Dezember mit der größten Protestbewegung konfrontiert, seit Putin im Jahr 2000 zum ersten Mal Staatschef wurde. Am 4. März will er sich wieder zum Präsidenten wählen lassen, Medwedew soll dann das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen.

Angst vor Wahlfälschung

Putins Gegner fürchten, dass der Regierungschef bei einer gefälschten Wahl zum dritten Mal in den Kreml einzieht. Er absolvierte bereits von 2000 bis 2008 zwei Amtsperioden als Präsident, ehe er wegen einer Verfassungsbeschränkung zunächst an Dmitri Medwedew übergeben musste.

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