12,3 Milliarden Euro – so viel Geld wie nie für Unis

Rekordbudget für Unis: Bildungsministerium stockt bis 2024 deutlich auf.
Rekordbudget für Unis: Bildungsministerium stockt bis 2024 deutlich auf.Roman Zach-Kiesling / First Look / picturedesk.com
Uni-Budget erneut deutlich erhöht: Das Bildungsministerium stockt für kommende drei Jahre um 1,3 Milliarden auf. Das meiste geht an die Medizinunis.

Das hat es bisher noch nicht gegeben: Österreichs Universitäten starten mit einem Rekord-Budget ins neue Jahr 2022. Das gab Bildungsminister Martin Polaschek in einer Aussendung am Montag bekannt. Für die Jahre 2022 bis 2024 sollen 12,4 Milliarden Euro in die Hochschulen gesteckt werden. 

"Wir haben bereits zum dritten Mal in Folge das Budget für unsere Hochschulen deutlich erhöhen können. Im Vergleich zu den letzten Leistungsvereinbarungen stehen für die kommenden drei Jahre 12,5% - also 1,3 Mrd. Euro – mehr bereit“, zeigt sich Bildungsminister Polaschek erfreut. 

Insgesamt hat sich das Uni-Budget von 2013 bis 2024 um ganze 2,8 Milliarden erhöht. Das entspricht einem Plus von 34,4 Prozent.

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Medizinunis steigen am besten aus

Am besten steigen die Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck aus. Ihr Budget steigt mit 33,7 Prozent um mehr als ein Drittel. Für die Ausbildung von künftigen Ärztinnen und Ärzten soll besonders viel Geld in die Hand genommen werden. 

"Die medizinischen Universitäten haben einen besonderen Stellenwert, auch als Basis für die zukünftige Gesundheitsversorgung in Österreich. Mit einem nachhaltigen Budgetzuwachs von über einem Drittel wurde hier ein klares Zeichen gesetzt“, zeigt sich Bundesminister Polaschek erfreut.

Durch Leistungsvereinbarungen mehr Geld für alle

Ein dickes Plus gibt es aber nicht nur für die Medizin-Unis. Durch die sogenannten Leistungsvereinbarungen - sie setzen Zielvorgaben zur Qualitätsverbesserung - erhalten auch alle übrigen Universitäten in Österreich mehr Geld. Darunter fällt die Steigerung der Prüfungsaktivität, die Verbesserung und die damit verbundene Senkung der Betreuungsrelationen durch zusätzliches Personal sowie der Ausbau von Forschungsschwerpunkten.

Die Leistungsvereinbarungen sehen etwa die Einrichtung von rund 60 zusätzlichen Professuren und gleichwertigen Stellen vor. Ein Drittel davon ist für die MedUnis in Wien, Graz Innsbruck und die medizinische Fakultät der Universität Linz vorgesehen. Generell steigen die Medizinischen Universitäten auch im Rahmen der Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2022 bis 2024 mit einem Plus von 14 Prozent am besten aus. 

Fokus auf Digitalisierung der Unis

Ein großer Teil des Geldes soll außerdem für den Ausbau der Digitalisierung an den Universitäten aufgewendet werden. So steht unter anderem der Ausbau und die Weiterentwicklung der digitalen Lehr- und Lernplattformen im Fokus. 

„Durch die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung einen weiteren Schub erfahren. Unser Ziel muss es sein, aus der notwendigen Umstellung auf Distance Learning zu lernen und die digitalen Möglichkeiten des digitalen Lernens optimal zu nutzen“, so Polaschek.

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