"Ich kann nicht mehr länger zuschauen, wenn Menschenleben fahrlässig gefährdet werden." Mit diesen harten Worten reagierte Umwelt- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Dienstagnachmittag auf die waghalsige Fahrt eines Wieners, der mit 227 km/h auf dem Weg nach Kroatien durch die Tempo-100-Zone auf der steirischen Laßnitzhöhe gebrettert war.
Erst an der A2-Ausfahrt Feldkirchen bei Graz konnte der 31-jährige Bleifuß von einer Zivilstreife der Polizei gestoppt werden. Seine unglaubliche Ausrede: Sein Luxus-Schlitten mit 500 PS verleite nunmal zum Schnellfahren...
Solch rücksichtloses und gefährliches Verhalten soll in Zukunft schwere Folgen haben: Ministerin Gewessler sagt Rasern den Kampf an. "Wir arbeiten derzeit an einem Paket für härtere Strafen bei Raserei", bestätigt die Grünen-Politikerin am Dienstag via Twitter.
Und das hat es in sich: Es beinhalte "unter anderem höhere Bußgelder, längeren Führerscheinentzug als auch die Abnahme des Autos". In Extremfällen könnte also bald auch das "Tatwerkzeug" von den Behörden einkassiert werden.