13 Jahre Haft für Grazer Zocker (19) nach Messermord

Am Dienstag lagen vor dem Grazer Gericht die Nerven blank, es kam zu Tumulten, Drohungen und Bespuckungen. Der Ausgangspunkt: Ein 19-Jähriger lud im Jänner 2016 Freunde zum gemeinsamen Videospielen ein. Als er dabei mit einem 20-Jährigen in Streit geriet, stach er wie von Sinnen mit einem Messer auf ihn ein. Das Opfer starb an Herz- und Kopfstichen.

Am Dienstag lagen vor dem Grazer Gericht die Nerven blank, es kam zu Tumulten, Drohungen und Bespuckungen. Der Ausgangspunkt: Ein 19-Jähriger lud im Jänner 2016 Freunde zum gemeinsamen Videospielen ein. Als er dabei mit einem 20-Jährigen in Streit geriet, . Das Opfer starb an Herz- und Kopfstichen.

Der geplante Videospielabend mit insgesamt sechs jungen Männern artete völlig aus, als der 19-Jährige mit seinem 20-jährigen Freund bei Videospielen offenbar aus Nichtigkeiten in Streit geriet. Der 20-Jährige verließ die Wohnung. Im Stiegenhaus fiel der 19-Jährige aber mit einem Messer über ihn her und stach 16 Mal auf ihn ein.

Laut "ORF" konnte sich das Opfer noch einmal an einem Türstock hochziehen und den Angreifer als "Hurensohn" beschimpfen, dann verblutete er an Kopf- und Herzstichen. Nachbarn alarmierten damals die Polizei, der festgenommene Angreifer gab sofort die Tötungsabsicht zu, so die Staatsanwaltschaft.

Morddrohung, Spuckattacken

Diese Tötungsabsicht bestritt der 19-Jährige aber am Dienstag vor Gericht - er habe seinen Kontrahenten "nur" verletzen wollen, hätte sich aber "nicht beherrschen" können. Außerdem sei das Opfer sein Freund gewesen. Diese Aussage ließ Tumulte im Gericht ausbrechen, Vater und Bruder des Opfers beschimpften den Angeklagten ebenfalls als "Hurensohn". Als sie des Saales verwiesen wurden, sollen sie mit der Ermordung des Bruders des Angeklagten gedroht haben.

Während es vor der Gerichtssaal zu weiteren Eskalationen - Spuck- und Rempelattacken zwischen Angehörigen beider Seiten - kam, musste die Polizei anrücken und für Ordnung sorgen. Ein Gutachten, das dem 19-jährigen, jahrelang Drogenabhängigen, eine massive Gefährlichkeit attestierte, gab den Ausschlag für das Urteil. Der 19-Jährige wurde einstimmig des Mordes schuldig gesprochen, zu 13 Jahren Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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