Bluttat in Bayern

14-Jähriger postet dieses Foto, dann tötet er Bub (7)

Ein 14-Jähriger hat in einer psychiatrischen Einrichtung in Regensburg ein Kind getötet. Kurz davor posierte er mit einem Messer für Instagram.
20 Minuten
29.10.2023, 08:19

Ein sieben Jahre alter Bub, der bei einem Messerangriff durch einen 14-Jährigen in einer psychiatrischen Einrichtung in Regensburg (Bayern) schwer verletzt wurde, ist am Freitag in einer Klinik verstorben. Die Nachricht wurde vom Polizeipräsidium Oberpfalz am Abend bestätigt. "Heute" berichtete:

Aufgrund der Möglichkeit von "extremistischen Verbindungen" hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Untersuchung in dem schrecklichen Fall übernommen. Ein Polizeisprecher sagte: "Extremistische Bezüge können nicht ausgeschlossen werden", ohne eine mögliche Gesinnung des mutmaßlichen Täters zu nennen.

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Hausdurchsuchungen im Jänner

Bereits im Jänner habe der mutmaßliche Killer die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich gezogen. Der damals 13-Jährige aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab habe in "einschlägigen Chatgruppen" die Absicht geäußert, seine Schule in die Luft zu sprengen, wie "Bild" berichtet.

Nach einer unverzüglich angeordneten Hausdurchsuchung beim Jugendlichen und seinem gleichaltrigen Freund habe die Polizei Sprengstoff, Softair-Waffen und Bomben-Attrappen sichergestellt.

Polizeisprecher Claus Feldmeier erklärte damals gegenüber "Bild": "Uns ging es darum, Menschenleben zu retten, deshalb haben wir schnell den Zugriff getätigt." Der mutmaßliche Killer war zu diesem Zeitpunkt wegen seines Alters strafunmündig.

Wie die Zeitung weiter schreibt, stamme der 14-Jährige aus einem gut behüteten Elternhaus. Seine Mutter arbeite im pädagogischen Bereich. Als der Jugendliche in die fünfte Klasse kam, soll er von seinen Mitschülern massiv gemobbt worden sein.

Vor der Tat posierte er mit einem Messer

Während des Winters habe der Jugendliche die Behörden aufgrund seiner Strafunmündigkeit vor eine Herausforderung gestellt. Es sei schwierig gewesen, Maßnahmen gegen den Schüler zu ergreifen.

Er habe nur aufgrund einer familiengerichtlichen Entscheidung im Haus 25 der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie in Regensburg untergebracht werden können. Auch dort habe der 14-Jährige Gewaltfantasien gegenüber dem Pflegepersonal geäußert, wie das Portal "Oberpfalzecho" schreibt.

Die Untersuchung darüber, wie er in den Besitz eines Messers gelangen konnte, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Fakt ist jedoch, dass der Jugendliche nur rund 30 Minuten vor der Tat ein Foto von sich mit einem Messer in der Hand auf Instagram gepostet hat.

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