Vorwürfe gegen Firma

14 Tote bei einem Brand in Autofabrik in Südkorea

Bei einem verheerenden Feuer in einer Autoteilefabrik in Südkorea sind 14 Menschen gestorben. 59 weitere wurden verletzt.
Nick Wolfinger
22.03.2026, 12:32
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Ein dramatisches Feuer in einer Autoteilefabrik hat in der südkoreanischen Stadt Daejeon 14 Menschen das Leben gekostet. 59 weitere wurden bei dem Brand bei Anjun Industrial verletzt, 25 davon schwer. Angehörige von Überlebenden erheben schwere Vorwürfe gegen den Betreiber der Fabrik.

Die Flammen brachen am Freitag (Ortszeit) aus und breiteten sich rasend schnell aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 170 Arbeiter in der Fabrik. Ein Augenzeuge berichtete von einer Explosion.

Keine Fluchtwege?

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, konnte das Feuer erst am Samstagnachmittag gelöscht werden. Zur Brandursache gab es zunächst keine Angaben.

Laut koreanischen Medien erhielten einige Angehörige noch Anrufe von den Eingeschlossenen, bevor die Verbindung abbrach. Darunter auch ein Mann namens Choi. "Als ich das ausgebrannte Gebäude sah, dachte ich, mein Sohn hätte am schlimmsten Ort gearbeitet", sagte er. "Es hätte wenigstens ein Fenster zum Entkommen geben müssen. Dass es keine Fenster gab, ist frustrierend", berichtet Korea Joong Ang Daily.

Die schwarzen Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen.
Reuters

200 Kilogramm explosives Natrium

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Die Feuerwehr konnte die Fabrik wegen drohender Einsturzgefahr zunächst nicht betreten. Zusätzlich erschwerten 200 Kilogramm hochexplosives Natrium auf dem Gelände den Einsatz.

Südkoreas Staatschef Lee Jae Myung besuchte den Unglücksort und traf Angehörige der Opfer. Den Familien der Toten und den Überlebenden sicherte er umfassende staatliche Unterstützung zu. Er forderte zudem besseren Schutz für Arbeitnehmer.

Trauriger Rekord

Südkorea kämpft seit Jahren mit schweren Arbeitsunfällen. Zwischen 2000 und 2024 kamen in dem Land mehr als 10.000 Menschen bei der Arbeit ums Leben. Erst 2024 starben bei einem Brand in einem Batteriewerk 22 Menschen.

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