"Wie Jack the Ripper"

Mädchen legten Brände mit Nagellackentferner, Mann tot

In der Halloweennacht starteten drei Mädchen in Wien eine unheimliche Brandserie, eiferten dabei einem Horror-Vorbild nach. Ein Mieter starb qualvoll.
Christian Tomsits
17.03.2026, 05:30
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Verstörende Einblicke in die Gedankenwelt einer brandgefährlichen Mädchenbande, die als Feuerteufelinnen von Wien mit gelegten Wohnhausbränden für das Verbreiten von Angst, Schrecken und den tragischen Tod eines Mannes verantwortlich sein sollen (Letzteres wird vehement bestritten).

Ein Mieter starb am 1. Dezember 2025 qualvoll im Eingangsbereich eines Wohnhauses in der Bergsteiggasse – wohl durch die Feuersbrunst. Ein weiterer Bewohner konnte sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster retten, wir berichteten.

Insgesamt werden den Mädchen 20 Brände zur Last gelegt. Sie sollen "aus Langeweile" Müllcontainern angezündet haben – vor allem in den Bezirken Wieden, Margareten und Hernals. Mehrfach griffen die Flammen auf Hausfassaden über, es entstand insgesamt ein Schaden von mindestens hunderttausend Euro.

Ein bestimmter Nagellackentferner, der bei allen Bränden als Brandbeschleuniger verwendet wurde, brachte die Brandermittler schließlich auf eine heiße Spur. Auf Hausfassaden wurden teilweise Schriftzüge mit "Feuerteufel 1040" hinterlassen. Mitte Dezember klickten für drei Teenager schließlich die Handschellen.

In der Einvernahme gaben die beschuldigten Mädchen einen Großteil der Taten zu. Dabei brachten sie laut "Heute"-Infos Verstörendes zu Protokoll: "Wir wollten Aufsehen erregen, wie Jack the Ripper", gab eine Verdächtige an, dem wohl schrecklichsten Serienmörder aller Zeiten nachgeeifert zu haben, die zweite Sprach von einem "Kick".

Während zwei Beschuldigte weiter in Haft schmoren, konnte die Dritte im Bunde (17) – bereits nach fünf Wochen am 19. Jänner unter strengen Auflagen enthaftet werden. Doch auch für die von Anwalt Zaid Rauf vertretene Jugendliche wird es beim baldigen Prozess wegen Brandstiftung (möglicherweise mit Todesfolge) brenzlig, jahrelange Haft droht. "Sie war nur Mitläuferin", so der Jurist. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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