1.400-Euro-Handy ist nach einer Woche kaputt

Mit dem Motorola Razr sollte ein Telefonklassiker zurückkommen. Nun zeigt sich, dass das 1.400 Euro teure Gerät wohl gravierende Mängel hat.

Die Razr-Serie von Motorola zählt zu den meistverkauften Handys weltweit. Beliebt waren die Geräte vor allem Anfang der 2000er-Jahre in den USA. Ende 2019 hat der Hersteller eine neue Version des Klapptelefons vorgestellt, die nun erhältlich ist.

Das Handy hat statt Tasten und Mini-Display innen ein 6,2 Zoll großes Display. Das Revival des einst so kultigen Gerätes fällt bei den ersten Testern allerdings komplett durch.

"Schlimmstes Telefon"

Sie berichten von haufenweise Problemen mit dem rund 1.400 Euro teuren Mobiltelefon. "Es ist ein Albtraum", schreibt Raymond Wong von der Tech-Website Inputmag.com. Plötzlich habe sich unter der Folie aus Plastik, die das Display schützt, eine Blase gebildet. "Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte", so Wong. Er vermutet, dass Minustemperaturen schuld an der Blase und dem defekten Display sein könnten.

Selbst Tester, deren Razr-Display nicht kaputt ging, finden keine lobenden Worte für das Klapptelefon. "Es ist so nützlich wie eine stumpfe Rasierklinge", lautet die vernichtende Kritik des Tech-Portals Androidcentral.com. Mit dem Razr gehe Motorola zu viele Kompromisse ein. Droid-life.com findet für das Gerät noch einen anderen Superlativ: "Es ist das schlimmste Telefon, das ich je benutzt habe", so das Fazit des Testers.

Zukunft des Telefons?

Nicht nur Hersteller Motorola, auch andere Firmen wollen oder haben bereits Falthandys gezeigt. Samsungs erstes Falthandy-Modell, das Galaxy Fold, hatte 2019 einen holprigen Start. Der Release musste aufgrund von technischen Problemen um mehrere Monate verschoben werden. Im Februar 2020 wagt man mit dem Z Flip einen neuen Versuch. Die faltbaren Geräte bringen eine willkommene Abwechslung in den sonst so öden Handy-Markt.

Doch wer braucht überhaupt ein Falthandy und wieso? Sicher ist: Noch sind solche Geräte teure Nischenprodukte. Zum Vergleich: Marktführer Samsung hat im letzten Jahr insgesamt knapp 80 Millionen Smartphones verkauft. Laut südkoreanischen Medienberichten will der Hersteller in diesem Jahr gerade mal 2,5 Mio. Z Flip absetzen. Das Handy hat Potenzial und in der Schweiz scheint das Konzept Anklang zu finden. Die erste Lieferung des Z Flip ist laut Hersteller bereits ausverkauft. Beim ersten Kratztest hat das Gerät jedoch nicht gut abgeschnitten.

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