Hofer schließt früher, das planen die anderen jetzt

Österreichs Supermarktketten starteten vor knapp einer Woche ihre Suche nach mehr Mitarbeitern. Laut Rewe-Chef Haraszti haben sich bis Mittwoch bereits mehr als 15.000 Menschen um Jobs beworben.
"Wir brauchen dringend 2.000 zusätzliche Mitarbeiter!" Nach einem Mega-Ansturm und Hamsterkäufen unter anderem in den Filialen von Billa, Merkur und Penny hatte Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti am 16. März persönlich einen dramatischen Suchappell an die Österreicher gerichtet.

Am Mittwoch gab's die erste Zwischenbilanz, die Zahlen sind gewaltig: Mehr als 15.000 Menschen haben sich nämlich seither um Jobs bei den Rewe-Töchtern beworben. Die Bandbreite reicht dabei von ehemaligen Gastro-Mitarbeitern, Beschäftigten aus der Textil- und Möbelbranche über Ein-Personen-Unternehmer ohne Aufträge bis hin zu Oberstufenschülern und Studenten. 1.300 Bewerber haben bisher ihre Arbeit aufgenommen.

Auch der Diskonter Lidl, der ebenfalls händeringend Personal suchte, spricht von einem riesigen Zulauf an Interessenten.

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Supermärkte halten an 19 Uhr fest – vorerst



Das schlug Wellen: Hofer schließt ab dem 30. März die Filialen um 18 Uhr, um Mitarbeiter zu entlasten. Bei Billa, Merkur, Penny, Bipa, Spar, Eurospar, Interspar etwa bleibt's hingegen vorerst bei 19 Uhr – auch weil ja dort der Personalstand aufgestockt wurde und wird. Lidl geht den Mittelweg, stärker besuchten Filialen haben weiterhin bis 19 Uhr geöffnet, alle anderen schließen eine Stunde früher. In Stein gemeißelt ist das aber nicht: Die Gewerkschaft lobt Hofer und fordert auch die Mitbewerber auf, um 18 Uhr dichtzumachen.

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