15. Gumball startet und macht Station in Wien

Bild: gumball3000.com

Heute erfolgt in Kopenhagen der Startschuss für die "Gumball 3000". In sechs Tagen legen die Teilnehmer rund 4.700 Kilometer bis Monaco zurück. Nach sechs Jahren Pause macht die freakige Rallye der Reichen und deren Erben wieder Halt in Wien - wenngleich ein paar Herrschaften im Rathaus etwas dagegen haben.

Heute erfolgt in Kopenhagen der Startschuss für die Gumball 3000. In sechs Tagen legen die Teilnehmer rund 4.700 Kilometer bis Monaco zurück. Nach sechs Jahren Pause macht die freakige Rallye der Reichen und deren Erben wieder Halt in Wien - wenngleich ein paar Herrschaften im Rathaus etwas dagegen haben.

1999 wurde die erste Gumball 3000 veranstaltet. 3000 bezieht sich dabei auf die Gesamtdistanz (in Meilen). Vorbild waren die Cannonball-Rennen in den USA in den 70ern, denen auch Hollywoodfilme gewidmet wurden. Typisch für die Rennen sind die exotischen Sportwagen - die Teilnehmer sind auch gut betucht. Stars wie Pamela Anderson, Jamiroquai, Snoop Dogg, Hugh Hefner, die "Jackass"-Crew rund um Johnny Knoxville und viele andere nahmen schon teil.

Hasselhoff nimmt teil

In diesem Jahr befinden sich prominente Namen wie Schauspieler und Sänger David Hasselhoff, Skateboard-Legende Tony Hawk, Rapper und Moderator Xzibit, DJ Muggs von Cypress Hill sowie der schwedische Skistar Jens Byggmark. 100 Autos gehen an den Start, darunter Marken wie Aston Martin, Ferrari, Bentley, Rolls Royce, McLaren und Bugatti.

3000 Meilen

Nach dem Start in Kopenhagen geht es für die Teilnehmer nach Stockholm (Schweden) und Helsinki (Finnland). Dort geht es für ein paar Runden auf eine Rennstrecke. Danach fahren die Racer weiter nach St. Petersburg (Russland), Tallinn (Estland), Riga (Lettland), Vilnius (Litauen), Warschau (Polen), Wien und beenden das Rennen in Monaco.

Hier sehen Sie die Route:

Im Fürstentum kommen die Gumballer rechtzeitig zum Qualifying für den Formel-1-Grand-Prix an. Das Rennen selbst werden die Teilnehmer am Sonntag auf der Terrasse des Fairmont Hotels ansehen. Mit einer Party auf der Gumball-Yacht geht die 15. Auflage zu Ende.

Rallye in der Kritik

Die Gumball steht seit ihrer Premiere in der Kritik. Das Rennen wird auf öffentlichen Straßen veranstaltet, nicht selten kam es vor, dass sich die Teilnehmer den Tempolimits widersetzten. Ein Schelm der vermutet, dass die immer mehr Richtung Osten verlagerte Route etwas damit zu tun hat. Seit einem tödlichen Unfall im Jahr 2007 gibt es allerdings keinen Preis mehr für den schnellsten, sondern nur noch den "Best Spirit".

Ärger um Wien-Termin

Nach Wien wird der Tross dennoch kommen. Am Donnerstag (23. Mai) macht die Gumball ihren Wien-Stopp. Ein ähnliches Spektakel wie 2006, als die Straße vor dem Kursalon Hübner gesperrt wurde, gibt es diesmal leider nicht. Wien-Veranstalter Georg Fechter bekam aus dem Rathaus weder eine Genehmigung für eine Ehrenrunde am Ring und auch am Heldenplatz, Karlsplatz und Josefplatz dürfen die Autos nicht parken.

"Gottseidank hat sich die Familie Böhm erbarmt und lässt uns vor dem Volksgarten stehen", meinte Fechter gegenüber der "Krone". Dort findet um 22 Uhr auch die Gumball-Party statt. Die ersten Autos werden um 17 Uhr erwartet. Dennoch ist der Ärger bei Fechter groß: "In New York haben sie 2011 für die Gumball Rallye für 24 Stunden und zwei Millionen Schaulustige den Times Square gesperrt. Wir kriegen hier in Wien nicht einmal ein Plätzchen."

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