Parkplätze sind in Wien-Neubau schon seit längerer Zeit Mangelware. Fahrradständer, Gastgärten und "Grätzl-Oasen" verdrängen immer mehr Auto-Abstellflächen im Bezirk. Nun soll diese Problematik durch die geplante Umgestaltung der Bandgasse weiter verschärft werden, meint die VP in Wien-Neubau. "Das Projekt verfolgt zwar lobenswerte Ziele wie die Schaffung von mehr Schatten und Grünflächen, jedoch darf man dabei die negativen Auswirkungen auf die bereits knappen Parkmöglichkeiten im Bezirk nicht außer Acht lassen. Eine rein parteiideologisch motivierte Streichung aller Parkplätze in der Bandgasse schafft mehr Probleme als sie löst", so ÖVP-Neubau-Obfrau Christina Schlosser.
Ein Wegfall von rund 150 Parkplätzen in einer Gegend, in der ohnehin schon ein enormer Mangel herrscht, sei nicht hinnehmbar. "Viele Menschen und Betriebe sind bereits jetzt täglich mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert, wenn es darum geht, einen Parkplatz zu finden", ärgert sich Schlosser. Eine weitere Streichung von Parkplätzen in Neubau würde diese Probleme gerade für Menschen und Unternehmen, die auf das Auto angewiesen sind und nicht auf Öffis umsteigen können, nur noch weiter verstärken.
Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) weißt die Anschuldigungen der VP zurück: "Alle Umgestaltungspläne sind transparent, die Bevölkerung wird mit eingebunden. Bei der Umgestaltung der Bernardgasse waren 85 Prozent der Befragten dafür." Auch bei der Neugestaltung der Bandgasse wird das so sein. Es wurden bereits Ideen gesammelt. "Im Herbst sind die Bürger am Wort", so Reiter. Das Projekt ist Teil des "Grünen Bands", welches sich vom Andreaspark aus durch den Bezirk schlängeln soll. "Alles passiert Hand in Hand mit der Bevölkerung, das ist mir wichtig", erklärt Reiter. Die VP habe den Masterplan mitgetragen.