Trans-Mädchen tot

16-Jährige brutal erstochen – "brauche Hilfe zum Töten"

Anfang des Jahres wurde ein Trans-Mädchen von zwei damals 15-Jährigen mit 28 Messerstichen getötet. Die Tat war im Voraus geplant. 
20 Minuten
30.11.2023, 20:21
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Am 11. Februar 2023 töteten zwei Jugendliche die 16-jährige Brianna mit 28 Messerstichen in einem Park im britischen Cheshire. Mit Beginn des Prozesses gegen die beiden damals 15-Jährigen, ein Mitschüler und eine Mitschülerin von Brianna, kommen nun immer mehr erschreckende Details zur grausamen Tat und der eiskalten Planung der Mörder ans Tageslicht.

"Hat es verdient zu sterben"

Ihren Mord an Brianna hatten die beiden nämlich lange im Vorhinein geplant, wie Textnachrichten zeigen. "Ich brauche Hilfe, um jemanden zu töten", schrieb das vom Gericht nur als "X" bezeichnete Mädchen dem jugendlichen Mittäter, vom Gericht "Y" genannt. "Er ist leichte Beute … er hat es verdient zu sterben". Dann wurden die Mordpläne konkreter: "Du lenkst ihn ab, ich komme von hinten mit dem Messer und steche ihm ins Genick", schrieb Y an seine Mitschülerin.

Brianna war nicht primäres Ziel

Laut dem Gericht hatten es die beiden Mörder zunächst eigentlich auf einen anderen Schüler, in den Nachrichten als E. bezeichnet, abgesehen – "wenn wir E. nicht töten können, können wir stattdessen Brianna töten", schrieb X. "Ja, es wird einfacher und ich möchte sehen, ob es wie ein Mann oder ein Mädchen schreit", antwortete Y.

Die beiden führten laut dem "Guardian" auch eine regelrechte Todesliste mit den Namen von fünf Personen, auf die sie es abgesehen hatten. Vor dem Messermord versuchten die beiden Verdächtigen, das Trans-Mädchen mit einer Überdosis zu töten, wie Textnachrichten zeigen. "Es wird niemand verdächtig werden, die Leute wissen ja schon, dass sie deprimiert ist", schrieb X an Y am 23. Januar.

Bist du Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe!
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Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
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Verdächtige wollten 16-Jährige mit Überdosis töten

"Ich habe ihr heute etwas gegeben, dass genug sein sollte, um sie zu töten … aber sie hat es überlebt", lautete die nächste Nachricht. Daraufhin schmiedeten sie zeitweise den Plan, sie mit einem mit Ibuprofen gespickten McDonalds-Milchshake zu töten.

Die Mörderin soll zudem eine regelrechte Faszination mit Serienmördern gehabt haben und liebt es laut eigener Aussage, "im Darknet Foltervideos anzusehen" – am Abend vor dem Mord an Brianna fragte X, welches Messer sie für die Tat benutzen sollen. "Das Jagdmesser, das ich dir gezeigt habe", antwortet Y. "Wird es sie zu 100 Prozent töten?" fragte X, woraufhin ihr Mittäter bejahte.

"Lass uns Brianna morgen um 18 Uhr töten"

Später schrieb die damals 15-Jährige: "Lass uns Brianna morgen um 18 Uhr töten", was ihr Mittäter ablehnte – aus Zeitgründen. "Ich will nicht warten, ich will, dass sie stirbt. Ich will das blanke Entsetzen in ihrem Gesicht sehen und sie schmerzerfüllt schreien hören."

Am 11. Februar Tag schrieb Brianna ihrer Mutter, dass sie unterwegs sei, um X zu treffen. "Ich war wirklich stolz auf sie und habe geschrieben 'Das ist super' – die Nachricht hat sie wohl nie gesehen", so die Mutter vor Gericht.

Verdächtige gestehen Mord nicht

Der brutale Mord hat in Großbritannien großes Entsetzen und diverse Kundgebungen und Demos für mehr Toleranz ausgelöst. Der Prozess, der nun gestartet ist, dürfte derweil noch eine ganze Weile andauern. Die beiden Mörder weisen die Tat trotz den erdrückenden Beweisen von sich.

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