Internationale Ermittler haben einen spektakulären Erfolg gegen Cyberkriminelle erzielt. Bei der Operation Killswitch wurde die berüchtigte Ransomware-Gruppe Killsec zerschlagen, die weltweit rund 1000 Angriffe verübte.
Die Leak-Seite der Hackergruppe wurde übernommen und fünf zentrale Server abgeschaltet. Die Behörden sicherten dabei 110 Terabyte an gestohlenen Daten gegen weiteren Zugriff.
Wie heise.de berichtet, führten das Landeskriminalamt Hamburg und die Staatsanwaltschaft Hamburg die internationale Operation. Acht Objekte in Griechenland, Rumänien, Spanien und dem Vereinigten Königreich wurden durchsucht.
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 16-Jähriger, den die Behörden als mutmaßlichen Hauptbetreiber identifiziert haben. Insgesamt wurden drei Verdächtige vorläufig festgenommen, darunter auch ein 18-Jähriger.
Die Gruppe war seit etwa 2024 aktiv und betrieb ein sogenanntes Ransomware-as-a-Service-Geschäft. Über Sicherheitslücken drangen die Kriminellen in Unternehmensnetzwerke ein, kopierten Daten und erpressten ihre Opfer mit einer Veröffentlichung.
An den Ermittlungen beteiligten sich Behörden aus zehn Ländern, darunter Belgien, Finnland und die USA. Unterstützt wurden sie von Europol und Eurojust sowie Cybersicherheitsunternehmen.
Rund 500 der etwa 1000 Angriffe gelten als erfolgreich. Die Ermittler deckten auf, dass die Gruppe Künstliche Intelligenz zum Aufbau ihrer Infrastruktur und zur Identifizierung potenzieller Opfer einsetzte.