Die deutsche Hauptstadt Berlin kämpft mit den Folgen eines schweren Cyberangriffs. Die Ransomware-Gruppe Rhysida hat die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie für Mobilität attackiert und dabei sensible Daten erbeutet.
Besonders brisant: Die Hacker haben Passwortlisten im Klartext gefunden, die in Office-Dateien gespeichert waren. Zudem behauptet die Bande, Zehntausende Verträge, Justizunterlagen und gescannte Ausweisdokumente erbeutet zu haben.
Wie heise online berichtet, hat die Berliner Senatsverwaltung den Diebstahl der Passwörter nun offiziell bestätigt. Die Mitarbeiter der betroffenen Behörden können sich derzeit nicht aus dem Homeoffice in die Systeme einloggen.
Die Cyberkriminellen fordern 30 Bitcoin - umgerechnet rund zwei Millionen Euro - und drohen mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Sprecherin Christine Richter stellte klar: "Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen."
Derzeit werden alle 12.000 digitalen Systeme des Landes Berlin überprüft. Die Arbeiten laufen rund um die Uhr. Die beiden Hauptdomains der betroffenen Behörden seien bereits vollständig gecheckt worden.
Die Hacker behaupten, insgesamt 5,79 Terabyte an Daten aus den Systemen kopiert zu haben. Falls Berlin das Lösegeld nicht bezahlt, wollen sie die Daten am Freitag veröffentlichen. Betroffene Bürger und Mitarbeiter sollen in diesem Fall informiert werden.