19-Jähriger zieht Monster-Fisch aus dem Meer

Diesen Fang wird Oscar Lundahl (19) so bald nicht vergessen: Vor Norwegen zog er ein besonders skurriles Exemplar aus dem Wasser.
Kulleraugen werden normalerweise mit Niedlichkeit gleichgesetzt. Doch im Fall des Fisches, der Oscar Lundahl aus Schweden vor der Norwegischen Küste ins Netz ging, passt das nicht. Denn mit seinen riesigen Augen erinnerte dieser eher an ein Monster.

"Wir hielten eigentlich nach Schwarzem Heilbutt Ausschau, als ich plötzlich einen Ruck an der Rute spürte", zitiert Metro.co.uk Lundahl, der sein Geld als Guide bei Nordic Sea Angling verdient. "Ich brauchte etwa 30 Minuten, um den Fang einzuholen, da es 800 Meter tief war."

Wie ein Dinosaurier

Als er es endlich geschafft hatte, schreckte er ein wenig zurück. Denn an den vier Haken seiner Angelschnur hingen nicht nur zwei Heilbutte, sondern auch ein ihm völlig unbekannter Fisch mit riesigen Augen. "Es sah einfach seltsam aus, ein bisschen dinosaurierhaft", so Lundahl.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Seine Kollegen wussten jedoch weiter: Bei dem vermeintlichen Monsterfisch handelte es sich um eine sogenannte Seekatze, die 1758 vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné erstmals beschrieben wurde. Bei der Namensgebung liess sich dieser vom skurrilen Äußeren des Fisches leiten. Weil ihn die Augen an eine Katze, die Zähne und der lange Schwanz an einen Drachen erinnerten, taufte er ihn auf den Namen Chimaera monstrosa.

Zu Hause sind die Tiere im nordöstlichen Atlantik und im Mittelmeer. Meist leben sie in kleinen Gruppen in bis zu 1.000 Meter Tiefe.

In reichlich Butter frittiert



Das von Lundahl gefangene Exemplar überlebte den Trip an die Wasseroberfläche nicht. Die Druckunterschiede, die es während diesem erlebte, waren einfach zu groß.

Damit die Seekatze nicht umsonst gestorben ist, nahm der junge Schwede seinen Fang mit nach Hause, wo er ihn in reichlich Butter frittierte. Lundahls Geschmacksurteil: "Trotz seines hässlichen Aussehens war es wirklich lecker – ein bisschen wie Kabeljau, nur besser."

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