Die niederländischen Behörden haben eine Rekordbelohnung für die Ergreifung von Jos Leijdekkers ausgesetzt. Für Hinweise, die zur Festnahme des 35-jährigen Drogenhändlers führen, werden nun zwei Millionen Euro gezahlt. Damit wurde die ursprüngliche Summe verzehnfacht.
Leijdekkers – auch bekannt als "Bolle Jos", was auf Deutsch so viel wie "Zwiebel Jos" bedeutet – zählt zu den meistgesuchten Kriminellen Europas. Er steht auf einer Fahndungsliste von Europol ganz oben.
Wie "20 Minuten" berichtet, soll sich der Niederländer seit 2024 im westafrikanischen Sierra Leone aufhalten. Fotos zeigen ihn offenbar sogar gemeinsam mit dem dortigen Präsidenten Julius Maada Bio. Leijdekkers wird sogar eine Beziehung zu dessen Tochter nachgesagt.
Ein Gericht in Rotterdam verurteilte Leijdekkers 2024 in Abwesenheit zu 24 Jahren Gefängnis. Die Anklage: Schmuggel von fast 7000 Kilogramm Kokain, ein bewaffneter Raubüberfall und ein Auftragsmord. In Belgien wurde er sogar zu 79 Jahren Haft verurteilt.
Der niederländische Justizminister David van Weel bezeichnete die massive Aufstockung der Belohnung als "angebracht". Sie sei "angesichts der Bedrohung, die Leijdekkers für die nationale Sicherheit, unseren demokratischen Rechtsstaat und die internationale Rechtsordnung darstellt, notwendig".
Zugleich zeigte sich der Minister zuversichtlich, dass der gesuchte Kriminelle gefasst werde. Die Niederlande würden in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft alles daran setzen, Leijdekkers zur Strecke zu bringen.