In der chinesischen Stadt Liuyang in der Provinz Hunan ereignete sich am Montag eine verheerende Explosion in einer Feuerwerksfabrik. Mindestens 21 Menschen kamen dabei ums Leben, 61 weitere wurden verletzt.
Wie der staatliche Sender CCTV berichtete, hat die Polizei die Unternehmensleitung vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen noch.
Videos in sozialen Medien zeigten eine gewaltige Rauchwolke, die über der ländlichen, von Bergen umgebenen Gegend aufstieg. Drohnenaufnahmen zeigten qualmende Trümmerhaufen und Rettungskräfte, die mit Baggern das Schuttfeld durchkämmten.
Mehr als 480 Rettungskräfte wurden zum Unglücksort entsandt. Um die Explosionsstelle wurde eine drei Kilometer große Kontrollzone eingerichtet, Anwohner wurden evakuiert.
Chinas Präsident Xi Jinping forderte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua "vollen Einsatz" bei der Behandlung der Verletzten und der Suche nach Vermissten. Zudem verlangte er, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Liuyang gilt als Zentrum der Feuerwerksproduktion in China und stellt rund 60 Prozent der im Inland verkauften sowie 70 Prozent der exportierten Feuerwerkskörper her.
Industrieunfälle sind in China wegen oft lascher Sicherheitsstandards häufig. Im vergangenen Jahr starben bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik in Hunan neun Menschen. Im Februar kamen bei Explosionen in Feuerwerksläden in den Provinzen Hubei und Jiangsu insgesamt 20 Menschen ums Leben.