22-jähriger Milliardär will England-Klub kaufen

Kyril Louis-Dreyfus
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Der sechsfache englische Meister Sunderland könnte bald einen neuen Besitzer haben: Kyril Louis-Dreyfus ist reich, jung und kommt aus der Schweiz.

Bekommt ein englischer Traditions-Fussballklub schon bald einen Schweizer Besitzer? Wie diverse Medien auf der Insel berichten, steht der AFC Sunderland kurz vor einer Übernahme durch Kyril Louis-Dreyfus. Der potenzielle neue Besitzer ist in Zürich aufgewachsen und erst 22 Jahre alt. Die Familie Louis-Dreyfus verfügt über ein Vermögen von mehreren Milliarden.

Kyril ist Sohn des französisch-schweizerischen Doppelstaatsbürgers Robert (2009 verstorben) und der Russin Margarita Louis-Dreyfus, die seit über 30 Jahren in der Schweiz lebt. Seine Mutter gilt als eine der mächtigsten Frauen der Welt und dirigiert die Louis Dreyfus Company, die allein 2019 einen Gewinn von 230 Millionen Dollar machte. Das Unternehmen ist in mehreren Branchen erfolgreich: Agrarbereich, Metall- und Energiesektor, Schiffbau, Finanzen und Immobilienmarkt. Zudem ist sie mit dem früheren Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand liiert.

Nun soll ein Teil des Louis-Dreyfus-Geldes also nach England fließen. Sunderlands derzeitiger Besitzer, Stewart Donald, versucht schon das ganze Jahr, den Klub zu verkaufen. Nur einen Teil seiner Aktien möchte der Engländer noch behalten. Die "Black Cats" gewannen in ihrer langen Geschichte sechs Meistertitel und mischten 2017 noch in der Premier League mit. Aktuell spielt der AFC Sunderland nur noch in der dritthöchsten englischen Liga. In den letzten Jahren sorgte der Klub eher neben dem Platz für Aufsehen mit der Netflix-Dokumentation "Sunderland 'Til I Die", die aus zwei Staffeln besteht.

Die Familie Louis-Dreyfus ist im Fussball-Business keine Unbekannte. Vater Robert war langjähriger CEO von Adidas und ab 1996 der größte Anteilseigner bei Olympique Marseille. Dabei erreichten die Franzosen zweimal das UEFA-Cup-Finale. 2010, ein Jahr nach seinem Tod, feierte Marseille den Meistertitel, 2016 verkaufte Margarita die Aktien allerdings. Auch beim belgischen Verein Standard Lüttich war Vater Robert Aktionär – das Ausbildungszentrum des Clubs ist nach ihm benannt.

Sohn Kyril, der als großer Fußballfan gilt, könnte nun in die Fußstapfen seines Vaters treten. Schon in zwei Wochen soll der Deal über die Bühne gehen. Der Verein selber hat sich bisher noch nicht zu den Medienberichten geäußert.

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