Die 43-jährige Mehrfachmutter Sabrina A. aus NÖ schlittert von Kummer zu Kummer: Ihr ältester Sohn hat den Klimabonus immer noch nicht erhalten, der Fall befindet sich noch immer in Prüfung beim Klimaschutzministerium. Pünktlich vor Schul- bzw. Kindergartenbeginn die nächste finanzielle Baustelle: Die Gemeine hat beschlossen, eine eigene Köchin anzustellen, die beide Standorte mit Essen versorgen wird.
Und aus diesem Grund werde das Mittagessen nun teurer (siehe auch Bilderserie). "Ich arbeite 22 Stunden pro Woche und habe drei kleine Kinder mit Betreuungsbedarf. Meine Söhne gehen in den Kindergarten, meine Tochter in die Volksschule. Meine Söhne sind für die (gebührenpflichtige) Nachmittagsbetreuung angemeldet und sollten dort dann auch von Montag bis Donnerstag Mittagessen. Das kostet laut Kindergarten-Infoblatt vom Juni 27,50 Euro monatlich pro Kind extra", so die 43-Jährige.
"Heute habe ich indes einige Schreiben erhalten. Offensichtlich hat die Gemeinde Wimpassing spontan entschieden, das System kurzfristig massiv zu ändern und eine Köchin einzustellen. Die monatliche Kosten pro Kind betragen daher 71,50 Euro was einer Preissteigerung von mehr als 150 Prozent entspricht. Noch besser ist, dass Kinder die nach 13 Uhr betreut werden, verpflichtend dieses Essen konsumieren müssen."
Somit käme die Mutter nun auf 214,50 Euro nur fürs Mittagessen. "Insgesamt kostet mich die ganze Sache (Anm.: Kinder sind bis 14 Uhr in Betreuung), mit Bastelbeitrag, Hort, Essen und Nachmittagsbetreuung fast 500 Euro im Monat. Und das trotz Gratiskindergarten."
Die Frau fragt sich, wie wirtschaftlich Teilzeitjobs für Mutter überhaupt noch sind und ob so kurzfristige Änderungen überhaupt zulässig seien.