Die Pleitewelle überrollt nun auch die Reise-Branche: Nachdem im vergangenen Juni FTI Touristik Insolvenz anmelden musste, traf es Anfang Jänner die Travel Europe Reiseveranstaltungs GmbH in Stans (T) – das Unternehmen hat rund 32 Millionen Euro Schulden.
Nun ist auch ein Wiener Reisebüro betroffen. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in einer Aussendung bekannt gibt, wurde über das Vermögen der dta Touristik GmbH beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Die Reiseagentur hat ihren Sitz in der Mariahilfer Straße 77 (Mariahilf) und ist überwiegend auf Reisen in die Türkei, nach Griechenland und Ägypten spezialisiert. Derzeit werden drei Dienstnehmer beschäftigt.
Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, es gibt 45 Gläubiger. Das Abgleiten in die Insolvenz führt das Unternehmen auf die Covid19-Pandemie und den daraus resultierenden Problemen zurück. Die Umsätze seien in der Zeit der Pandemie wesentlich zurückgegangen und konnten im Nachhinein nicht wieder wettgemacht werden.
Das Reisebüro strebt eine Fortführung an, mithilfe von Investoren soll folgender Sanierungsplan erfüllt werden: Die Gläubiger erhalten eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Zudem müssen die aktuellen Vermögensverhältnisse laut AKV noch im Zuge des Verfahrens eingehend überprüft werden.