27-Jähriger Flüchtling legte Brand in Unterkunft

Ein Brandanschlag auf ein Asylwerberheim in der deutschen Ortschaft Bingen, der anfangs als rechtextreme Tat angesehen wurde, nahm nun eine überraschende Wende. Ein Syrer gestand, das Feuer gelegt und Hakenkreuze zur Ablenkung an die Hauswand gemalt zu haben. Als Motive gab er beengte Wohnverhältnisse und fehlende Zukunftsperspektiven an.

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— n-tv (@ntvde)

Ein Brandanschlag auf ein Asylwerberheim in der deutschen Ortschaft Bingen, der anfangs als angesehen wurde, nahm nun eine überraschende Wende. Ein Syrer gestand, das Feuer gelegt und Hakenkreuze zur Ablenkung an die Hauswand gemalt zu haben. Als Motive gab er beengte Wohnverhältnisse und fehlende Zukunftsperspektiven an.

In der Nacht auf Donnerstag waren bei dem Brand in dem Mehrfamilienhaus, in dem neben Flüchtlingen auch Saisonarbeiter und Deutsche wohnen, vier Bewohner und zwei Feuerwehrleute verletzt worden. Da am Tatort Hakenkreuze an die Wand gesprüht worden waren, gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass es sich um einen rechtsextremen Anschlag gehandelt hat. 

Doch nach Hinweisen von anderen Asylwerbern wurde am Samstagabende ein 26-jähriger Syrer festgenommen. Anfang bestritt er die Vorwürfe noch, gab dann allerdings zu, den Brand gelegt und die Hakenkreuze angebracht zu haben. Der Mann, der seit einem halben Jahr in der Unterkunft lebt, nannte die beengten Wohnverhältnisse sowie Perspektivlosigkeit als Tatmotive.
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