30-Meter-Absturz: Bergretter benötigte selbst Hilfe

In Grünau benötigte ein Bergretter selbst Hilfe von Bergrettern.
In Grünau benötigte ein Bergretter selbst Hilfe von Bergrettern.Bergrettung Grünau
Beim Klettern in der Schermberg-Nordwand war ein Bergretter 30 Meter abgestürzt, musste von Kollegen gerettet werden – Krankenhaus.

Bestens ausgerüstet machten sich die drei Bergretter am Sonntag in Grünau (Bez. Gmunden) auf zur Tour in die Schermberg- Nordwand, um über die Kletterroute "Linzer Weg" durch die Nordwand auf den Gipfel des 2.396 Meter hohen Schermbergs zu klettern.

So weit kamen sie allerdings nicht. Denn beim Ausstieg aus einer Schlucht wollte einer der drei Kollegen, ein 40-Jähriger, einen Bohrhaken auf einer Höhe von 1.480 Metern erreichen, wie die Polizei schreibt. Er hielt sich an einer Felsschuppe fest, als sich der etwa einen Quadratmeter große Bereich löste und der Felsen abbrach. Der Bergretter stürzte daraufhin rund 30 Meter ab.

Auf einem kleinen Felsvorsprung blieb der Kletterer liegen. Da in diesem Bereich keine oder kaum Bohrhacken vorhanden sind, konnte der Sturz nicht durch das Seil abgefangen werden, heißt es von Seiten der Bergrettung. 

Die beiden Kollegen sicherten den Verletzten dort ab und alarmierten dann weitere Kräfte. In Summe rückten 16 Mann der Bergrettung Grünau und ein Alpinpolizist zum Unfallort aus. Der verletzte Kletterer und seine beiden Kollegen konnten schließlich vom Rettungshubschrauber Christophorus C14 per Seil aus der Wand geholt und ins Tal gebracht werden. Der 40-Jährige wurde ins Landeskrankenhaus nach Salzburg geflogen.

Mit rund 2.400 Metern Seehöhe ist der Schermberg der dritthöchste Gipfel der Priel-Gruppe.

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BergrettungHubschrauberGrünau im Almtal

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